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    Seco-Chefin wehrt sich gegen Zwangsarbeit-Vorwürfe der USA

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Jetzt meldet sich die Seco-Chefin zu den Vorwürfen der USA: In einem Schreiben zeigt Helene Budliger Artieda die Bemühungen der Schweiz in Bezug auf Zwangsarbeit auf und betont deren Vorreiterrolle. Sie forderte die USA auf, auf Strafzölle zu verzichten. Bereits Anfang April wies der Bundesrat die Vorwürfe zurück.

    Helene Budliger Artieda
    «Die Schweiz weist die Vorwürfe entschieden zurück», erklärte Seco-Chefin Helene Budliger Artieda in einem Schreiben an die USA. - keystone

    Die Schweiz verfüge über kein Importverbot für Produkte aus Zwangsarbeit, schrieb der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer in einem Jahresbericht. Aus Sicht der USA könnten unzureichende Massnahmen solche Importe begünstigen und dadurch künstlich niedrige Kosten sowie Wettbewerbsverzerrungen verursachen. Die US-Regierung kann auf dieser Grundlage Strafzölle oder andere handelspolitische Einschränkungen verhängen.

    «Die Schweiz weist die Vorwürfe entschieden zurück», erklärte Staatssekretärin Helene Budliger Artieda in einem Schreiben an die USA. Zwangsarbeit sei in der Schweiz verfassungs-, zivil- und strafrechtlich verboten. Als Mitglied internationaler Organisationen und Abkommen verpflichte sich das Land zur Einhaltung grundlegender Arbeitsrechte und zur Abschaffung von Zwangsarbeit. Zudem verankere die Schweiz systematisch Arbeitsrechtsbestimmungen in ihren Handelsabkommen. Über das Schreiben berichteten am Donnerstag zuerst die Zeitungen von CH Media.

    Budliger Artieda betonte, die Schweiz nehme international eine Vorreiterrolle ein: Als erstes Land habe sie ein Verbot von Zwangsarbeit in das öffentliche Beschaffungsrecht integriert. Unternehmen müssten internationale Arbeitsstandards einhalten, bei Verstössen drohten strafrechtliche Konsequenzen.

    Ausserdem würden die Massnahmen stetig verbessert. 2026 schickte der Bundesrat neue Vorschriften zur Stärkung der Sorgfaltspflichten in die Vernehmlassung. Der indirekte Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative sieht vor, dass grosse Unternehmen spezifische Pflichten zu Menschenrechten und Umwelt erfüllen.

    Es gebe keine Hinweise, dass Schweizer Handelspraktiken US-Exporte benachteiligten, Lieferketten mit Bezug zur Schweiz Zwangsarbeit enthielten oder Wettbewerbsverzerrungen verursachten. Die Schweiz sei jedoch bereit, die Zusammenarbeit mit den USA zu vertiefen und gemeinsam gegen Zwangsarbeit vorzugehen, so die Seco-Chefin weiter.

    Zusätzliche Zölle seien weder gerechtfertigt noch geeignet, betonte Budliger Artieda. Damit folgt sie der Linie des Bundesrats, der die Untersuchung bereits bei ihrer Einleitung kritisiert hatte. Die Gespräche über ein bilaterales Handelsabkommen mit den USA werden ungeachtet dessen fortgesetzt. Laut der Landesregierung wurden dabei im Einklang mit der gemeinsamen Absichtserklärung vom November 2025 Fortschritte erzielt.

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    Kommentare

    User #1364 (nicht angemeldet)

    Ich denke das Zwangsteuern und Abgaben also Krankenkassenpraemien und die Serafe dazu fuehren das man gezwungen ist zu Arbeiten? Also denke ich es ist Zwangsarbeit?

    User #5947 (nicht angemeldet)

    Die Schweiz sollte umgehend ein Einfuhrverbot für Produkte aus staatlicher Piraterie verhängen, dann haben wir das US-Problem ein für allemal gelöst!

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