Sachsen-Anhalt: AfD will alle Parteien zu Sondierungen einladen
Die rechtspopulistische deutsche Partei AfD will nach der Wahl im Bundesland Sachsen-Anhalt alle im dortigen Landtag vertretenen Parteien zu Sondierungsgesprächen einladen.

«Morgen bekommt jede im Landtag vertretene Partei von uns einen Brief, wo wir zu Sondierungsgesprächen einladen», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Tobias Rausch, am Montagabend in der MDR-Sendung «Fakt ist». «Wir sind natürlich, weil wir jetzt nicht die absolute Mehrheit haben, auch kompromissbereit in gewissen Sachen.» Man werde sehen, wer die Gesprächsangebote annehme.
Die Spitzenkandidatin des BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht), Claudia Wittig, betonte erneut, keine Koalition mit der AfD bilden zu wollen. «Wir haben immer gesagt, wir gehen in keine Koalition. Wir möchten, dass mit wechselnden Mehrheiten regiert wird.» Es gehe darum, Mehrheiten für einzelne Projekte zu finden.
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom vergangenen Sonntag, bei der die AfD mit deutlichem Abstand die meisten Stimmen holte, deutet sich eine schwierige Regierungsbildung an. Das linkspopulistische BSW nahm knapp die Fünf-Prozent-Hürde zum Einzug in den Landtag, das Parlament des ostdeutschen Bundeslandes. Vor der Wahl hatten alle anderen Parteien eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen.














