NATO

Rutte: «Ich sehe nicht, dass die USA die Nato verlassen werden»

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Deutschland,

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hält Spekulationen über einen möglichen Austritt der USA aus dem Verteidigungsbündnis für abwegig.

ARCHIV - US-Präsident Donald Trump (r) schüttelt die Hand von NATO-Generalsekretär Mark Rutte während eines Treffens im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Evan Vucci/AP/dpa
ARCHIV - US-Präsident Donald Trump (r) schüttelt die Hand von NATO-Generalsekretär Mark Rutte während eines Treffens im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Evan Vucci/AP/dpa - Keystone/AP/Evan Vucci

«Ich sehe nicht, dass die USA die Nato verlassen werden», sagte Rutte der «Welt am Sonntag». Auch der nukleare Schutz Europas durch die USA stehe nicht infrage. «Der Nuklearschirm der Amerikaner ist der ultimative Garant von Sicherheit hier in Europa. Und ich bin überzeugt davon, dass es so bleiben wird.»

In den vergangenen Wochen hatten Äusserungen des US-Präsidenten Donald Trump Ängste vor einem Austritt der USA aus dem Bündnis geschürt. Trump kritisierte die seiner Ansicht nach mangelnde Unterstützung der Nato-Partner für den Krieg gegen den Iran. Der US-Senat müsste einem Nato-Austritt mit Zweidrittelmehrheit zustimmen – was als sehr unwahrscheinlich gilt.

Rutte hatte sich vor rund anderthalb Wochen mit Trump im Weissen Haus getroffen und gesagt, Trump habe sich «eindeutig enttäuscht» über das transatlantische Bündnis und mehrere Partnerstaaten gezeigt. Streitpunkte mit Nato-Staaten waren unter anderem die Nutzung von Militärstützpunkten sowie eine Mission zur Öffnung der Strasse von Hormus. Trump ging vor allem Spanien, Frankreich und das Vereinigte Königreich immer wieder an.

Rutte zeigte Verständnis für die Verärgerung des US-Präsidenten. Trump sei sichtlich enttäuscht über einige Nato-Mitglieder. «Und ich verstehe seine Frustration», sagte Rutte der «Welt am Sonntag». Mit Blick auf eine bessere Verteidigung Europas rief er dazu auf, die Verteidigungsindustrie zu stärken. «Das ist entscheidend, um unsere Abschreckung und Verteidigung aufrechtzuerhalten.»

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