Obama-Museum in Chicago steht vor Eröffnung

Keystone-SDA
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USA,

In Chicago steht ein neues Museum vor der Eröffnung, das der Karriere des früheren US-Präsidenten Barack Obama gewidmet ist. Die in einem grossen Betonturm untergebrachte Ausstellung zeigt Stationen aus dem Leben des Demokraten vor und nach seinem Aufstieg zum ersten schwarzen Präsidenten der USA – darunter die mühsame Neustrukturierung der Gesundheitsversorgung, die Obama einst durchsetzte, und die Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden.

ARCHIV - Eine Luftaufnahme des Obama Presidential Center. Foto: Erin Hooley/AP/dpa
ARCHIV - Eine Luftaufnahme des Obama Presidential Center. Foto: Erin Hooley/AP/dpa - Keystone/AP/Erin Hooley

Obamas diplomatische Bemühungen werden unter anderem mit seiner Rede vor dem Brandenburger Tor mit Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel gewürdigt. Besucher können zudem durch ein nachgebautes Oval Office in Originalgrösse gehen.

Obama habe zwar die Richtung für das Museumskonzept vorgegeben und wolle Exponate prüfen, sagt Michael Strautmanis, Leiter Unternehmenskommunikation und Politik bei der Obama-Stiftung, der Deutschen Presse-Agentur: «Aber im Grossen und Ganzen lässt er die Leute einfach ihre Arbeit machen.»

Auf dem rund 7,8 Hektar (etwa elf Fussballfelder) grossen Campus finden sich neben dem Museum auch ein Forum, eine Mehrzweckhalle und ein Teil der öffentlichen Stadtbibliothek. Obama wählte den Jackson Park nicht ohne Grund für sein Vermächtnis aus: Seine Frau Michelle ist im Süden der Stadt aufgewachsen, das Paar hat hier geheiratet, die Töchter Malia und Sasha kamen hier zur Welt. Zwölf Jahre lang unterrichtete Obama an der University of Chicago, in der «South Side» begann er seine politische Laufbahn bis hin zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Der Bau kostete nach Stiftungsangaben rund 850 Millionen US-Dollar (rund 730 Mio Euro) und wurde über Spenden realisiert. In den vergangenen Jahren unterstützten unter anderem der Amazon-Gründer Jeff Bezos sowie die Stiftung der Milliardäre Bill und Melinda Gates die gemeinnützige Organisation. Ursprünglich war die Fertigstellung laut der Zeitung «Chicago Tribune» für 2020 oder 2021 geplant. Prüfungen durch Bundesbehörden und eine Klage von Park-Aktivisten verzögerten allerdings den Baubeginn um rund fünf Jahre.

Das Obama Presidential Center wird am 19. Juni für die Öffentlichkeit geöffnet – am US-Feiertag «Juneteenth», der dem Gedenken an die Befreiung der afroamerikanischen Bevölkerung vom Joch der Sklaverei im Jahre 1865 gewidmet ist. Für das Museum müssen Besucher Tickets reservieren.

Kommentare

User #4522 (nicht angemeldet)

Mich nimmt Wunder ob unter den Exponaten nicht auch ein Globus mit dem Antlitz des ersten schwarzen amerikanischen Präsidenten steht?

User #3661 (nicht angemeldet)

Der "Friedensengel" mit den meisten Kriegstagen aller US Präsidenten verdiente den Nobelpreis zu beginn seiner Amtszeit nicht, ebenso wenig ein Museum welches nach ihm benannt wird.

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