Hamas

Neuer Hamas-Chef al-Haja setzt auf bisherigen Kurs

Keystone-SDA
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Israel,

Die islamistische Terrororganisation Hamas wird nach den Worten ihres neuen Anführers Chalil al-Haja den bisherigen Kurs fortsetzen. Al-Haja erklärte in seiner ersten Ansprache seit seiner Wahl am Montag, vorrangiges Ziel sei es, der Bevölkerung im Gazastreifen wieder ein würdiges Leben zu ermöglichen.

ARCHIV - Der neue Hamas-Anführer Chalil al-Haja während eines Interviews in Istanbul. Foto: Khalil Hamra/AP/dpa/Archivbild
ARCHIV - Der neue Hamas-Anführer Chalil al-Haja während eines Interviews in Istanbul. Foto: Khalil Hamra/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Khalil Hamra

Al-Haja forderte ein Ende der israelischen Militäroperationen im Gazastreifen, eine umfassende Waffenruhe sowie einen Rückzug der israelischen Armee. Er rief dazu auf, Druck auf Israel auszuüben, damit es seine Verpflichtungen aus dem von US-Präsident Donald Trump vermittelten Nahost-Friedensplan erfüllt.

Der Friedensplan sieht unter anderem auch eine Entwaffnung der Hamas vor. Dies gilt als eine Voraussetzung für den Wiederaufbau des Gazastreifens. Zu diesem Punkt äusserte sich der neue Hamas-Chef in seiner Ansprache nicht.

Im Gazastreifen gilt seit Oktober 2025 eine Waffenruhe. Dennoch kommt es immer wieder zu tödlichen Angriffen Israels oder bewaffneten Zwischenfällen. Nach unterschiedlichen Angaben kontrolliert Israel zwischen 65 und 70 Prozent des Palästinensergebiets, das flächenmässig etwas grösser als München ist. Die Hamas konnte in dem von ihr gehaltenen Gebiet nach Einschätzung von Nahost-Experten ihre Herrschaft festigen.

Der 65 Jahre alte al-Haja wurde im Gazastreifen geboren, hält sich aber seit einigen Jahren die meiste Zeit im Golfstaat Katar auf. Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe versucht, die Führungsspitze der Hamas in der dortigen Hauptstadt Doha anzugreifen – al-Haja war dabei Berichten zufolge ein Ziel. Nach Hamas-Angaben schlug die Attacke jedoch fehl. Vier seiner Söhne wurden bei israelischen Angriffen getötet, darunter einer bei dem Angriff in Doha.

Kommentare

User #3926 (nicht angemeldet)

Ihr könnt mich mal Kreuz und andererweise!

User #1824 (nicht angemeldet)

Libanon ist ein Klassisches Bsp. wie 28 verschiedene Glaubensrichtungen zusamen leben können, die meisten von dennen mussten über 100te Jahre dahin fliehen--- Hamas anscheinend noch die einzigsten die die unterdrückung nicht vergessen haben und freiheit von Palestina erwartet---Im nahen Osten haben alle nur mit einem Land selben Probleme, zufall ich glaubs nicht---

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