Nach Aufrufen im Netz: Grenze zu Ceuta massiv gesichert

Keystone-SDA
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Spanien,

Trotz Aufrufen zu einem erneuten Ansturm auf Ceuta bleibt es in der spanischen Exklave in Nordafrika am Samstagmorgen ruhig.

Ceuta
Junge Migranten duschen am Trampolin-Strand in Ceuta, aufgenommen am 5. August 2026. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf sozialen Medien wurde zu einem erneuten Migranten-Ansturm auf Ceuta aufgerufen.
  • Laut Reportern vor Ort verlief der Morgen in der spanischen Exklave aber ruhig.

Nach Aufrufen in sozialen Netzwerken zu einem erneuten massenhaften Migrantenansturm auf Ceuta an diesem Wochenende haben Spanien und vor allem Marokko ihre Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zur spanischen Nordafrika-Exklave deutlich verstärkt. Am Grenzübergang in Ceuta war es jedoch morgens ruhig, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete. Gleiches meldeten der staatliche Fernsehsender RTVE und andere spanische Medien aus der Exklave.

Die Behörden beider Länder wollen verhindern, dass sich die Ereignisse von Ende Juli wiederholen, als nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80’000 Migranten nach Ceuta gelangten. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte dieser Tage erneut, die damalige Massenankunft sei ein «aussergewöhnliches» Ereignis gewesen, das sich nicht wiederholen werde.

Ceuta Migranten
Migranten ruhen sich aus, nachdem sie am Freitag, dem 31. Juli 2026, von Marokko aus in die spanische Enklave Ceuta eingereist sind. - keystone

Vor wenigen Tagen hatte das Innenministerium in Marokko mitgeteilt, man habe eine Gruppe von Menschen festgenommen, die im Verdacht stehen, zu neuen Versuchen der illegalen Einreise in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla angestiftet zu haben. In sozialen Medien kursierten Aufrufe zu gemeinsamen Massenüberquerungen am 15. August. Man habe jedoch alle notwendigen Massnahmen ergriffen, um illegale Grenzübertritte zu verhindern.

Vor allem Marokko hat Sicherheitsmassnahmen verschärft

Vor allem auf der marokkanischen Seite der Grenze wurden die Sicherheitsmassnahmen in den vergangenen Tagen deutlich verschärft, wie RTVE berichtete. In der Grenzstadt Fnideq errichteten die Behörden demnach zusätzliche Sperren aus Stacheldraht und Nato-Draht.

Welche Rolle spielte Marokko beim Ansturm auf Ceuta?

Patrouillenboote überwachen laut RTVE die Küste, Wasserwerfer stehen an der Grenze bereit. Zudem gebe es zahlreiche Kontrollstellen auf den Zufahrtsstrassen. In Ceuta sind derweil 880 Beamte der spanischen Nationalpolizei im Einsatz, 270 mehr als noch Ende Juli. Sie werden von rund 2.000 Soldaten und 700 Beamten der Polizeieinheit Guardia Civil unterstützt.

Der Ansturm vor rund zwei Wochen war beispiellos. Vor allem am 30. Juli waren Zehntausende Migranten meist schwimmend nach Ceuta gelangt. Bei dem Versuch kamen Dutzende ums Leben: Nach der jüngsten offiziellen Mitteilung Madrids wurden im Meer 83 Leichen geborgen, Nichtregierungsorganisationen schätzen die Zahl der Todesopfer auf weit über hundert.

Die meisten Ankömmlinge kehrten nach Angaben der spanischen Regierung innerhalb weniger Stunden oder Tage nach Marokko zurück. Nach Angaben von Minister Grande-Marlaska halten sich derzeit noch rund 5.000 Migranten in Ceuta auf. Es werde noch etwas Zeit dauern, bis man zur totalen Normalität zurückkehrt, räumte er ein.

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