Tausende demonstrieren in Ceuta wegen Migrationskrise
Nach dem Ansturm der Migranten aus Marokko auf die spanische Exklave Ceuta mit Dutzenden Todesopfern haben die Einwohner genug.

Das Wichtigste in Kürze
- Tausende Einwohner der spanischen Exklave in Nordafrika, Ceuta, sind auf die Strasse gegangen.
- Sie wollen, dass die spanische Regierung ihre jahrelangen Forderungen in Bezug zu Sicherheit, Grenzkontrollen und Migration erfüllt.
Den Bewohnern von Ceuta reicht es: Nach dem Migranten-Ansturm aus Marokko auf die spanische Exklave in Nordafrika setzen sie ein Zeichen.
Laut «Ultima Hora» haben sich am Sonntagabend Tausende Einwohner Ceutas auf der «Plaza de la Constitución» versammelt. Unter dem Motto «Es reicht. Ceuta gibt nicht auf» fordern sie von der spanischen Regierung eine Reaktion auf die Migrationskrise.
Organisiert haben die Grossdemo vier Religionsgemeinschaften – die christliche, muslimische, jüdische und hinduistische. Dies bewusst unabhängig von politischen Parteien oder Ideologien. Sie wollen eine Botschaft der Einheit der Einwohner Ceutas vermitteln.
Appell an Spaniens Regierung
Ihr Ziel: Die spanische Regierung soll endlich auf Ceutas jahrelange Forderungen in den Bereichen Sicherheit, Grenzkontrolle und Umgang mit der Migrationskrise eingehen.
Im Rahmen der Demonstration ist laut der spanischen Zeitung auch ein gemeinsames Manifest der vier Religionsgemeinschaften vorgesehen. Diese wollen demnach «mit einer Stimme» ihr Engagement für die Verteidigung Ceutas zum Ausdruck bringen.
Zur Erinnerung: Am 30. und 31. Juli stürmten rund 72’000 Migranten aus Marokko nach Ceuta in der Hoffnung, nach Spanien zu kommen.
Die allermeisten sind mittlerweile freiwillig zurückgekehrt. Auch, weil sie keine Hilfe erhielten und keine Hoffnung auf eine Weiterreise hatten.
Bei dem Ansturm kamen 83 Menschen ums Leben.















