Mindestens 100 Tote bei Gewaltausbruch in äthiopischer Region Amhara

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    Äthiopien,

    Nach Angaben eines Regierungsvertreters sind in der Region Amhara mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. Es könnten aber auch 200 sein.

    Abiy Ahmed
    Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Es soll zu Angriffen mit Schusswaffen und Brandstiftung gekommen sein.
    • Die Berichte über die Gewalttaten nähren das Gefühl von Unsicherheit vor den Wahlen.

    Bei ethnisch begründeter Gewalt in der äthiopischen Region Amhara sind nach Angaben eines Regierungsvertreters mindestens 100 Menschen getötet worden. Die Zahl 100 sei gesichert, es könnten aber auch 200 sein. Dies sagte Endale Haile am Freitag unter Berufung auf die Angaben von Vertriebenen. Er sprach von Angriffen mit Schusswaffen und Brandstiftung.

    Neue Gewalttaten in Nord-Shoa und Oromo

    In der vergangenen Woche waren neue Gewalttaten aus den Gebieten Nord-Shoa und Oromo gemeldet worden. Der Regierungsvertreter sagte, in Nord-Shoa gebe es mehr als 250'000 Vertriebene, in Oromo weitere 75'000.

    Oromo
    Mitglieder der Oromo und der tigrayisch-äthiopischen Gemeinschaften protestieren gegen den Konflikt in der äthiopischen Region Tigray vor den Büros der Europäischen Union in Pretoria, Südafrika, Donnerstag, 25. März 2021. - Keystone

    Bereits im März waren aus diesen Gebieten mehr als 300 Tote und 50'000 Vertriebene gemeldet worden. Die Berichte über die Gewalttaten nähren das Gefühl von Unsicherheit vor den Wahlen. Diese sollen in Äthiopien im Juni abgehalten werden.

    Äthiopische Armee kündigte Entsendung von Truppen an

    Die äthiopäische Armee kündigte am Sonntag die Entsendung von Truppen an, um die Lage zu stabilisieren. Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed, der 2019 den Friedensnobelpreis erhielt, steht unter wachsendem Druck, der Gewalt ein Ende zu machen.

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