Angesichts der Flüchtlingskrise an der polnisch-belarussischen Grenze hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Polen die volle Solidarität Deutschlands zugesagt.
Morawiecki und Merkel bei Pk im Kanzleramt
Morawiecki und Merkel bei Pk im Kanzleramt - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Kanzlerin sagt Polen Solidarität Deutschlands in Flüchtlingskrise zu.

Belarus habe Migranten mit «einer hybriden Attacke» ins Land gelockt, sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit dem polnischen Regierungschef Mateusz Morawiecki in Berlin. Die belarussische Führung wolle eine «Destabilsierung der ganzen Europäischen Union» herbeiführen.

Merkel forderte auch ein Einschreiten vonseiten Russlands, das eine besondere Beziehung zu Belarus pflegt. Von Moskau müsse klar gesagt werden, dass «Menschen nicht zu hybriden Zwecken missbraucht werden dürfen», sagte die geschäftsführende Kanzlerin.

An der EU-Aussengrenze zu Belarus, besonders an der Grenze zu Polen, sitzen seit Wochen tausende Flüchtlinge aus dem Nahen Osten fest. Die EU wirft dem belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko vor, die Menschen absichtlich an die Grenze geschleust zu haben, um Rache für EU-Sanktionen zu üben. Die belarussische Führung weist die Vorwürfe zurück.

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