Angela Merkel

    Angela Merkel setzt wenig Hoffnung in Post-Brexit-Gespräche

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    Deutschland,

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Erwartungen an die Gespräche der EU mit Grossbritannien über die Zeit nach dem Brexit deutlich zurückgeschraubt.

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    Angela Merkel setzt wenig Hoffnung in Brexit-Gespräche - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Angela Merkel schraubt die Erwartungen an die Brexit-Verhandlungen zurück.
    • Merkel: Ohne Gleichheit der Regeln gäbe es eine «weniger eng verflochtene Wirtschaft».

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel schraubt die Erwartungen der Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Grossbritannien zurück.

    «Natürlich läge es im Interesse Grossbritanniens und aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union, einen geregelten Austritt hinzubekommen.» Dies sagte Merkel in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung». «Das setzt aber voraus, dass beide Seiten das wollen», sagte sie.

    Angela Merkel: Regierung Johnson müsse mit den Folgen leben

    Die Regierung von Premierminister Boris Johnson wolle selbst festlegen, in welcher Stellung das Land zur EU stehen wolle. «Sie muss dann natürlich auch mit den Folgen leben - also mit einer weniger eng verflochtenen Wirtschaft», betonte Merkel.

    Wenn Grossbritannien bei Umwelt, Arbeitsmarkt oder Sozialstandards keine vergleichbaren Regeln haben wolle, «dann werden unsere Beziehungen weniger intensiv sein», stellte die Kanzlerin klar.

    Ukraine konflikt Boris Johnson
    Der britische Premierminister Boris Johnson bei einer Pressekonferenz. (Archivbild) - AP Photo

    «Wir müssen uns von dem Gedanken lösen, dass wir es sind, die definieren, was Grossbritannien wollen sollte», sagte die Kanzlerin. «Grossbritannien definiert? und wir geben als EU-27 die geeignete Antwort.»

    Seit 1. Februar nicht mehr EU-Mitglied

    Seit dem 1. Februar ist Grossbritannien kein EU-Mitglied mehr. Bis Jahresende bleiben die Briten aber noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion. Die Übergangsphase soll dazu dienen, ein Handelsabkommen auszuarbeiten.

    Doch nach vier Monaten stecken die Verhandlungen fest. Ein Scheitern ist nicht ausgeschlossen. Die Verhandlungen über ein Handelsabkommen nach dem Brexit sind eines der zentralen Themen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli beginnt.

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