Iran-Verhandlungen: JD Vance und US-Delegation in Pakistan gelandet

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Iran,

Heute Samstag wollen die USA und der Iran in Pakistan verhandeln. Derweil greift Israel die Hisbollah im Libanon weiter an.

JD Vance Pakistan Iran-Verhandlungen
Der US-Vizepräsident JD Vance ist am Samstag in der pakistanischen Hauptstadt, Islamabad, gelandet. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Iran und die USA haben sich auf eine Feuerpause geeinigt.
  • Heute sollen direkte Verhandlungen in Pakistan beginnen.
  • Israel sieht den Libanon nicht inkludiert und greift weiter Hisbollah-Ziele an.

In der Nacht auf Mittwoch einigten sich der Iran und die USA kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums auf eine Feuerpause. Zwei Wochen lang sollen die Waffen ruhen, während die Verhandlungen weitergehen. Heute Samstag will sich eine US-Delegation um JD Vance mit iranischen Vertretern in Pakistan treffen.

Teil der Waffenruhe ist die Öffnung der Strasse von Hormus. Doch Teheran hat diese am Mittwoch wieder geschlossen. Gleichzeitig droht das Regime wegen der anhaltenden israelischen Angriffe auf den Libanon mit dem Ausstieg aus der Feuerpause. Nächste Woche wollen Beirut und Jerusalem verhandeln.

Glaubst du, dass die Verhandlungen in Pakistan von Erfolg gekrönt sein werden?

Der Iran ist der Ansicht, dass die Waffenruhe auch für den Libanon gilt. Israel hingegen teilt mit, dass das Abkommen nur den Konflikt zwischen den USA und dem Iran betrifft. Deswegen werden die heftigen Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Libanon fortgeführt.

Im Ticker von Nau.ch bleibst du über die Lage im Nahen Osten und die brüchige Waffenruhe auf dem Laufenden.

US-Delegation um JD Vance in Pakistan eingetroffen

08.33: Die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance ist zu den Gesprächen über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg in Pakistan angekommen. Sie sei auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Islamabad gelandet und werde zum Hotel eskortiert, hiess es aus pakistanischen Sicherheitskreisen.

JD Vance
JD Vance soll in Pakistan gelandet sein. - keystone

Pakistanischen Diplomatenkreisen zufolge sollen die Gespräche am Nachmittag Ortszeit (drei Stunden vor MESZ) beginnen. Zunächst treffen die Delegationen demnach separat auf die pakistanischen Vermittler, Premier Shehbaz Sharif und den obersten Militär, Feldmarschall Asim Munir. Anschliessend solle es direkte Gespräche zwischen den US-Vertretern und dem Team aus Teheran geben.

Maximalforderungen und Drohgebärden vor Iran-Verhandlungen

07.27: Unmittelbar vor Beginn der geplanten Friedensgespräche in Pakistan zwischen den USA und dem Iran haben beide Kriegsparteien auf ihren jeweiligen Forderungen beharrt. Der Iran machte seine Teilnahme an den Verhandlungen in der Hauptstadt Islamabad unter anderem von einem Ende der israelischen Angriffe im Libanon abhängig.

Iran USA Verhandlungen Pakistan
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf (2. von rechts) und der iranische Aussenminister Abbas Araghchi (2. von links) nach ihrer Ankunft in Pakistan. - keystone

US-Präsident Donald Trump drohte seinerseits bereits mit neuen Attacken auf den Iran, falls sich Teheran nicht auf die US-Forderungen einlassen sollte. Die von Vizepräsident JD Vance geführte US-Delegation und die iranischen Unterhändler unter der Leitung von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf stehen vor schwierigen Verhandlungen. Der Zeitplan und das Format der Verhandlungen waren zunächst noch nicht ganz klar

Iraner seit 1000 Stunden vom Internet abgeschnitten

07.09: Die Iraner sind inzwischen seit 1000 Stunden vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Das teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks in der Nacht auf der Plattform X mit. Es handelt sich demnach um die bislang längste landesweite Internetsperre weltweit.

Iran
Die Iraner sind vom Internet abgeschnitten. - keystone

Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen.

UN-Chef vor Gesprächen: USA und Iran sollten Chance nutzen

03.00: Kurz vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat UN-Generalsekretär António Guterres beide Kriegsparteien aufgefordert, sich ernsthaft um eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu bemühen.

UN-Generalsekretär António Guterres
Guterres sagte, alle Kriegsparteien seien über die Standorte dieser UN-Gebäude informiert gewesen. (Archivbild) - keystone

Sie müssten die Gespräche in Pakistan als Chance nutzen, «um sich in gutem Glauben um eine dauerhafte und umfassende Einigung zu bemühen, mit dem Ziel, die Lage zu deeskalieren und eine Rückkehr zu Feindseligkeiten zu verhindern», sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric.

Botschafter von Libanon und Israel knüpfen ersten Kontakt

02.50: Nach wochenlangen Kämpfen zwischen den israelischen Streitkräften und der Hisbollah-Miliz im Libanon haben die Botschafter beider Länder in den USA erste Kontakte zur Vorbereitung möglicher Gespräche über eine Waffenruhe geknüpft. Die libanesische Botschafterin in Washington und der israelische Botschafter loteten in einem Telefonat die Chancen für Verhandlungen aus, wie das Präsidialamt in Beirut mitteilte. Auch der US-Botschafter im Libanon war zugeschaltet.

Demnach wurde ein erstes Treffen am kommenden Dienstag im US-Aussenministerium vereinbart. Ziel sei die Verkündung einer Waffenruhe und der Beginn formeller Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter Vermittlung der USA, hiess es aus Beirut weiter.

Kommentare

User #1857 (nicht angemeldet)

Ich glaube die wichtigste Frage hier wäre: "Wer wirft die erste Atombombe?" Ich tippe auf Trump: Er hat nicht alle Tassen im Schrank.

User #1857 (nicht angemeldet)

Leute, ich habe so ein Bauchgefühl, dass auch dieser Krieg lange andauern wird. Der Nachfolger von Trump tut mir jetzt schon leid...

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