Macron und Johnson nehmen an Libyen-Konferenz in Berlin teil

AFP
AFP

Frankreich,

Drei Tage vor der in Berlin stattfindenden Libyen-Konferenz haben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson ihre Teilnahme zugesagt.

Werden in Berlin erwartet: Macron, Johnson, Erdogan (v.l.)
Werden in Berlin erwartet: Macron, Johnson, Erdogan (v.l.) - TURKISH PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Italiens Ministerpräsident als Vorbereitung zu Gesprächen in Algerien.

Der französische Staatschef wird am Sonntag in die deutsche Hauptstadt reisen, bestätigte der Élysée-Palast am Donnerstag. Macron habe am Morgen «mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonisch die Konferenz vorbereitet», hiess es in der Erklärung. Johnsons Sprecher sagte, der Premier käme nach Berlin, um «die Bemühungen um einen Waffenstillstand zu unterstützen».

Ziel der internationalen Konferenz ist es, einen Friedensprozess in dem nordafrikanischen Krisenstaat in Gang zu setzen. Derzeit gilt in Libyen eine von Russland und der Türkei vermittelte Feuerpause. Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe waren aber am Dienstag in Moskau gescheitert. Die Konferenz in Berlin soll die Konfliktparteien unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen an einen Gesprächstisch zurückbringen. Die deutsche Bundesregierung dämpfte im Vorfeld allerdings die Erwartungen und nannte das Zusammentreffen einen «Auftakt für Friedensgespräche».

Zu der Konferenz wurden neben hochrangigen Vertretern aus den USA, Russland, der Türkei, Frankreich, China, Grossbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten auch der Chef der international anerkannten Einheitsregierung in Tripolis, Fajes al-Sarradsch, sowie der abtrünnige libysche General Chalifa Haftar eingeladen. Beide müssen ihre Teilnahme aber noch bestätigen. Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hingegen sagten bereits zu.

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte traf unterdessen am Donnerstag zu einem kurzen Besuch in Algeriens Hauptstadt Algier ein. Die Treffen mit dem algerischen Regierungschef Abdelaziz Djerad und dem Präsidenten Abdelmadjid Tebboune dienten der Vorbereitung der Libyen-Konferenz, teilte das algerische Aussenministerium mit.

Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 herrscht in Libyen Chaos. Im April vergangenen Jahres startete der abtrünnige General Haftar eine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis und die dortige Regierung.

Kommentare

Weiterlesen

koks
59 Interaktionen
Brennpunkte
Hütte
108 Interaktionen
Frust

MEHR IN POLITIK

Saporischschja
11 Interaktionen
Bern
10 Interaktionen
Ramallah
2 Interaktionen
Erbil

MEHR AUS FRANKREICH

alexis pinturault
2 Interaktionen
Nach 355 Rennen
Marco Odermatt
11 Interaktionen
Super-G abgesagt
Roger Federer
99 Interaktionen
Franzose lästert
a
160 Interaktionen
Ski-Olymp