Unesco

    Unesco: Schulverbot trifft 2,4 Millionen afghanische Mädchen

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Fünf Jahre nach der Machtübernahme der islamistischen Taliban in Afghanistan geht die UN-Kulturorganisation Unesco von 2,4 Millionen Mädchen im Land aus, die von weiterführender Schulbildung ausgeschlossen sind. Bis 2030 könnte die Zahl gar auf knapp 4 Millionen steigen, warnt die in Paris sitzende Organisation.

    Unesco-Weltkulturerbe
    Laut Unesco tirfft das Schulverbot 2,4 Millionen afghanische Mädchen. - keystone

    Die Unesco bezieht sich bei der Schätzung auf die Zahl der Mädchen, die bereits an einer weiterführenden Schule eingeschrieben waren und diese nach der Machtübernahme verlassen mussten, sowie Mädchen, die die Grundschule nun erfolgreich abschliessen. Als einziges Land der Welt verbiete Afghanistan Mädchen und Frauen Bildung über die Grundschule hinaus. Zwei Jahrzehnte voller Fortschritte würden so rückgängig gemacht.

    Nach ihrer Machtübernahme 2021 haben die Taliban die Rechte von Frauen und Mädchen im Land drastisch eingeschränkt. Weiterführende Schulen und Universitäten dürfen sie nicht besuchen. Auch aus Teilen des Arbeitslebens werden sie so herausgedrängt.

    Die Einschnitte sind aus Sicht der Unesco schwere Verstösse gegen die Menschenrechte der Mädchen und Frauen. Ihr Ausschluss berge das Risiko, die Armut im Land zu verschärfen und Potenzial ungenutzt zu lassen.

    Die Mädchen liefen Gefahr, früher zu heiraten; das Verbot weiterzulernen verschlechtere zudem ihr Wohlergehen. Bis 2066 rechnet die Unesco mit etwa 9,6 Milliarden US-Dollar an Einkommen, die dem Land verloren gehen, weil zahlreiche gut gebildete Frauen die Arbeitswelt bis dann verlassen haben dürften.

    Die Unesco setzt sich in mehreren Gegenden Afghanistans dafür ein, alternative Lernangebote zu schaffen. Mehr als 69'000 Menschen nahmen seit 2021 daran teil, 70 Prozent von ihnen waren Mädchen und Frauen. Die Organisation betont allerdings, die Angebote könnten den Zugang zu Schulbildung nicht ersetzen.

    Kommentare

    User #4653 (nicht angemeldet)

    Erinnert ihr euch noch an die grossartigen Versprechen der Taliban nach der Übernahme von Afghanistan, allen Frauen und weiblichen Jugendlichen wird der Zugang zur Bildung und eines Studiums gewehrt. War alles nur dummes Getue, um den Rest der Welt zu beruhigen und die Taliban in einem guten Licht da stehen zu lassen. Es war aber niemals die Absicht dieser Männer das auch so umzusetzen. Und die Welt schaut zu und tut nichts. Elende Feiglinge

    User #1168 (nicht angemeldet)

    Und unsere Wirtschaft macht noch Geschäfte mit den Taliban. Vorne durch anklagen und hinten durch absahnen. Heuchlerisch bis zum geht nicht mehr.

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