Macron erinnert in Nizza an Anschlag mit 86 Toten
In Nizza ist des verheerenden Terror-Anschlags auf der Strandpromenade vor zehn Jahren mit 86 Toten gedacht worden, worunter sich auch zwei Schülerinnen und eine Lehrerin aus Berlin befanden. «Keiner von uns hat vergessen, vergisst oder wird jemals vergessen, was hier in Nizza am 14. Juli 2016 geschehen ist. Niemals», sagte Präsident Emmanuel Macron bei seiner Gedenkansprache. Frankreich werde die Betroffenen nicht in Stich lassen und fest an ihrer Seite stehen, sicherte Macron zu.

Der Präsident erinnerte auch an die zahlreichen ausländischen Touristen und Besucher unter den Opfern. «Ich möchte heute in Anwesenheit der Botschafter ihrer Länder betonen, dass die Entfernung niemals zum Vergessen geführt hat. Sie sind bei uns.» Die Grenzen hätten die Menschen nicht in ihrer Trauer voneinander getrennt.
Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, war der Tunesier Mohamed Lahouaiej Bouhlel abends nach dem Feuerwerk auf der Flaniermeile Promenade des Anglais mit einem tonnenschweren Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Es gab 86 Tote, mehr als 200 Menschen wurden verletzt, darunter eine weitere Berliner Schülerin. Polizisten erschossen den Gewalttäter. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich. Obwohl die Ermittler Hinweise auf eine islamistische Radikalisierung des Täters fanden, ergab sich keine Verbindung zum IS.
In Berlin wird das offizielle Gedenken dieses Mal im September zu Beginn des neuen Schuljahres begangen, da der Jahrestag dieses Jahr in den Berliner Schulferien liegt, sagte Karen Beecken, die Leiterin der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule, woher die betroffene Lehrerin und die Schülerinnen stammten.














