Tödlicher Anschlag in Thessaloniki: Verdächtige gefasst
Zehn Tage nach dem Brandanschlag auf das Wohnhaus einer griechischen konservativen Politikerin, bei dem ihre Mutter ums Leben kam, hat die Polizei in Thessaloniki drei mutmassliche Täter festgenommen.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis erklärte im Parlament, die Behörden hätten ihr Versprechen eingehalten, die Verantwortlichen zu ermitteln und festzunehmen.
Er betonte zugleich, der Staat werde weiterhin entschlossen gegen diejenigen vorgehen, die versuchten, mit Gewalt Angst zu verbreiten. Die Festgenommenen – eine Frau und zwei Männer – seien nach Berichten des griechischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks ERT der Polizei als Mitglieder autonomer Gruppierungen bekannt.
Der Brandanschlag war in den frühen Morgenstunden des 1. Juli verübt worden. Dabei gerieten Fahrzeuge in der Garage eines Wohnhauses in Thessaloniki in Brand. Die Mutter der Politikerin erlitt dabei tödliche Verbrennungen. Vier weitere Menschen wurden verletzt.
Griechenland wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder von politisch motivierter Gewalt erschüttert. Während frühere Terrororganisationen inzwischen weitgehend zerschlagen wurden, verüben militante Gruppen aus dem autonomen Spektrum weiterhin Brand- und Sprengstoffanschläge. Ziele sind häufig Politiker, Behörden, Polizeidienststellen, Banken oder Unternehmen. Die Ermittlungen zum Anschlag in Thessaloniki dauern an.














