Strasse von Hormus: Trump rückt von Gebührenidee wieder ab

Keystone-SDA
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USA,

Nur einen Tag nach der Ankündigung einer Gebühr für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus rückt US-Präsident Donald Trump wieder von seiner Idee ab. Nach «äusserst produktiven Gesprächen» mit namentlich nicht genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten habe er beschlossen, die Gebühr «durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die verschiedenen Golfstaaten mit den Vereinigten Staaten abschliessen werden», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

US-Präsident Donald Trump (l) empfängt den irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Zaidi im Weißen Haus. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump (l) empfängt den irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Zaidi im Weißen Haus. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa - Keystone/AP/Julia Demaree Nikhinson

Der Präsident behauptete, dass die nicht bezifferten Investitionen «massiv» und von Vorteil für die Golfstaaten werden würden. Unklar war zunächst, mit wem Trump gesprochen hat und ob Golfstaaten tatsächlich derartigen Plänen zugesagt haben.

Trump hatte erst am Montag die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. In diesem Zuge sagte er auch, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtige Meerenge aus «Fairnessgründen» Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Dies solle die Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren. Der Prozess und die Umsetzung würden umgehend beginnen, schrieb er weiter.

Auf Trumps Vorstoss gab es prompt Kritik. Die Weltschifffahrtsorganisation IMO erinnerte daran, dass gemäss internationalem Recht die Passage weiterhin zoll- und gebührenfrei bleiben müsse. Auch die deutschen Reeder kritisierten Trumps Ankündigung.

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