Maas wirbt auf Reise durch Lateinamerika für Multilateralismus

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Deutschland,

Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) will kommende Woche auf einer Reise durch drei grosse Staaten Lateinamerikas für seinen Plan einer «Allianz der Multilateralisten» werben.

Maas in New York
Maas in New York - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Auftakt für neue Lateinamerika-Initiative des Aussenministers.

Ziel sei es, «dass wir international gemeinsam für Werte wie Demokratie, Menschenrechte und Multilateralismus eintreten», sagte ein Aussenamtssprecher am Freitag in Berlin. Die Reise bilde den Auftakt für eine neue Lateinamerika-Initiative des Ministers, in deren Rahmen am 28. Mai ein Aussenministertreffen in Berlin stattfinden soll.

In der Nacht zum Montag wird Maas nach Angaben seines Ministeriums zunächst nach Brasilien fliegen, danach folgen Besuche in Kolumbien und Mexiko. Die Reise erfolge in einer Zeit, «in der Menschenrechte, Demokratie und Freiheitsrechte weltweit unter Druck geraten sind», sagte sein Sprecher. Mit vielen Staaten Lateinamerikas teile Deutschland ein Wertefundament, das weiter gestärkt werden solle.

Maas verfolgt seit einigen Monaten das Ziel, jene Staaten enger zu vernetzen, die an einer multilateralen und regelbasierten Weltordnung interessiert sind. Diese «Allianz der Multilateralisten» kann auch als Gegengewicht zu jenen grossen Staaten verstanden werden, die auf der Weltbühne in erster Linie ihre eigenen Interessen verfolgen - etwa die USA oder Russland. Kanada und Japan engagieren sich bereits für das Projekt, auch Grossbritannien, Indien, Indonesien, Mexiko und Australien zeigen Interesse.

Auf der ersten Station seiner Reise - Brasilien - soll Maas auch mit dem rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro zusammenkommen. Dessen Gegner werfen ihm unter anderem Rassismus und Frauenfeindlichkeit vor. Der Aussenamtssprecher verwies darauf, dass Maas «auch bei diesem Termin sich für die Werte einsetzen wird, die ich gerade erwähnt habe». In Brasilien trifft Maas auch Vertreter der Zivilgesellschaft, unter anderem Frauenrechtlerinnen.

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