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Kreml: Keine Einladung zu Treffen mit Selenskyj erhalten

Keystone-SDA
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Russland,

Der Kreml weiss nach eigenen Angaben nichts über den Vorschlag eines Treffens zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Beim Telefonat zwischen Putin und US-Präsident Donald Trump am Sonntag zu dessen 80. Geburtstag sei die Möglichkeit eines Treffens am Rande des G7-Gipfels nicht besprochen worden, sagte Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow.

Putin
Wladimir Putin ist der Präsident Russlands. - keystone

Auf die Frage, ob so ein Treffen überhaupt möglich sei, antwortete Uschakow ausweichend: «Niemand ist mit diesem Vorschlag an uns herangetreten.» Selenskyj hatte Putin zuerst Anfang Juni zum Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg in einem offenen Brief ein Treffen auf neutralem Boden vorgeschlagen. Die Offerte hatte Putin abgelehnt, den Ton als unverschämt zurückgewiesen.

Später sagte Selenskyj, in Absprache mit dem Bund der westlichen Industrienationen G7 sei Moskau sei ein Treffen in Frankreich angeboten worden – auch das habe der Kreml abgelehnt. Deswegen habe er mit Trump bei einem Telefonat nun die Möglichkeit einer direkten Zusammenkunft mit Putin in den USA besprochen, teilte der Ukrainer zuletzt mit.

Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg gegen die Ukraine. Obwohl die Lage militärisch zuletzt zunehmend in einer Sackgasse gelandet ist, fordert Moskau weiterhin territoriale Zugeständnisse für einen Frieden.

Kommentare

User #6378 (nicht angemeldet)

Jacques Baud bezieht sich auf ein konkretes, reales Interview des ukrainischen Militär- und Politikberaters Oleksij Arestowytsch vom 18. März 2019 beim ukrainischen Sender Apostroph TV. Arestowytsch war zu diesem Zeitpunkt (und später unter Selenskyj) ein wichtiger strategischer Kommunikator für nationale Sicherheit. Baud zitiert daraus im Wesentlichen zwei Kernthesen: Der Krieg als Bedingung für den NATO-Beitritt: Arestowytsch erklärte in dem Interview, dass der Preis für einen NATO-Beitritt der Ukraine mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 Prozent ein großer Krieg mit Russland sei. Die ukrainische Präferenz: Er führte weiter aus, dass die Ukraine diesen Krieg einem schleichenden Aufgehen in Russland vorziehen müsse, um sich dauerhaft dem westlichen Bündnis anzuschließen. Laut Bauds Zitaten sagte Arestowytsch sinngemäß, die Ukraine müsse diesen Konflikt aktiv in Kauf nehmen und führen, um als Folge des Krieges die NATO-Mitgliedschaft zu erlangen.

User #3791 (nicht angemeldet)

Wer glaubt Russland noch ein Wort, ein Russland Wort ist einfach nichts wert.

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