London entsendet Schiff für Einsatz in Strasse von Hormus

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Iran,

Der Iran und die USA haben sich erneut Gefechte in der Strasse von Hormus geliefert. Eine mögliche Einigung scheint fraglich.

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Donald Trump rechnete am Donnerstag mit einer baldigen Einigung mit dem Iran. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wackelt nach neuen Gefechten.
  • Donald Trump sprach von einer baldigen Einigung, die aber auch unsicher scheint.
  • Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker.

In den letzten Tagen sprach Donald Trump von einer baldigen Einigung mit dem Iran und einem Kriegsende. Teheran erhielt dafür eine einseitige Absichtserklärung, die nun geprüft wird.

Derweil finden in der Strasse von Hormus aber erneut Feuergefechte zwischen den beiden Seiten statt. Die USA haben unter iranischer Flagge fahrende Tanker beschossen. Auch mehrere Golfstaaten vermelden wieder Angriffe aus dem Iran.

Zwischen Israel und dem Libanon herrscht eine Feuerpause – wenn auch eine brüchige. Beide Seiten werfen sich Verstösse gegen das Abkommen vor. Weitere Verhandlungen über ein Kriegsende sind vorgesehen.

Alles Wichtige liest du hier im Ticker von Nau.ch:

Israel meldet 85 Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon

21.00: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Dazu gehörten Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur. Die Armee begründete den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon.

Bei einem Luftangriff auf den Ort Saksakijeh im Bezirk Sidon im Süden des Landes sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens sieben Personen getötet und weitere 15 verletzt worden.

Iranisches Parlament tagt aus Sicherheitsgründen online

15.53: Die Plenarsitzung des iranischen Parlaments wird aus Sicherheitsgründen erstmals als Videokonferenz abgehalten.

Ein Parlamentssprecher erklärte laut Nachrichtenportal Tabnak, die für Sonntag angesetzte öffentliche Sitzung finde «aufgrund der aktuellen Lage» online statt.

Iran
Parlament im Iran - keystone

Im Mittelpunkt stünden die jüngsten Preissteigerungen nach dem Krieg, die zu einer zentralen Sorge der Bevölkerung geworden seien, so der Sprecher.

London entsendet Schiff für Einsatz in Strasse von Hormus

15.35: Grossbritannien hat einen Zerstörer für einen möglichen Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Strasse von Hormus entsandt.

Die «HMS Dragon» werde in Position gebracht, um an einer von Grossbritannien und Frankreich geführten Mission teilzunehmen, sobald die Feindseligkeiten zwischen dem Iran und israelisch-amerikanischen Streitkräften enden, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London.

Das Schiff war zuletzt im östlichen Mittelmeer im Einsatz, nachdem ein britischer Luftwaffenstützpunkt in Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden war.

CIA widerspricht Behauptungen der US-Regierung

08.20: Der Iran ist offenbar zäher als die US-Regierung bisher angenommen hat. Zu diesem Schluss kommt die CIA nach Informationen der «Washington Post».

Öl-Tanker Strasse von Hormus
Vor der Küste von Bandar Abbas im Iran liegen am Samstag, dem 2. Mai 2026, Öltanker vor Anker in der Strasse von Hormus. - keystone

Demnach könnte der Iran die Blockade seiner Häfen mindestens noch drei bis vier Monate durchhalten. Erst dann würde der wirtschaftliche Druck durch den erzwungenen weitgehenden Stopp der Ölexporte dem Regime ernsthaft schaden. Denn: Das Regime könne Öl zwischenlagern, Fördermengen drosseln und allenfalls Ausweichrouten über Land nutzen.

Aussedem verfüge der Iran den CIA-Informationen zufolge trotz wochenlanger Angriffe von amerikanischer und israelischer Seite weiter über erhebliche Raketen- und Drohnenkapazitäten. Rund 75 Prozent der mobilen Abschussrampen und etwa 70 Prozent der Raketenbestände aus der Vorkriegszeit sollen demnach noch vorhanden sein.

Das widerspricht der von Donald Trump öffentlich getätigten Aussagen, wonach Irans Raketen grösstenteils vernichtet worden seien.

Trump wartet auf Antwort von Iran

07.10: Die Regierung in Washington wartet auf Teherans Antwort auf einen US-Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs. Gespräche der Konfliktparteien unter der Vermittlung Pakistans könnten laut «Wall Street Journal» bereits in der kommenden Woche erneut in Islamabad stattfinden. Zuletzt waren Pläne für weiteren Gesprächsrunden in der pakistanischen Hauptstadt mehrmals gescheitert.

Donald Trump
Donald Trump wartet auf eine Antwort von der iranischen Seite. - keystone

US-Präsident Donald Trump sagte am Freitagabend (Ortszeit) in Washington, seine Regierung erwarte noch am selben Abend eine Rückmeldung des Irans. Auf die Frage, ob die Iraner die Verhandlungen hinauszögerten, antwortete Trump: «Das werden wir bald herausfinden.»

Zuvor hatte bereits US-Aussenminister Marco Rubio gesagt, er erwarte die iranische Antwort. Und hoffe, dass es sich um ein ernsthaftes Angebot handeln werde. Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA.

Neue Iran-Sanktionen treffen chinesische Firmen

03.05: Wenige Tage vor dem geplanten Treffen von Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping treffen neue Iran-Sanktionen der USA auch mehrere chinesische Unternehmen.

Donald Trump,Xi Jinping
Trump und Xi trafen sich am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec). - keystone

Sie hätten eine Rolle bei der Beschaffung von Waffen sowie Bauteilen für das iranische Drohnen- und Raketenprogramm gespielt, teilte das US-Finanzministerium mit. Weitere betroffene Unternehmen kommen unter anderem aus Belarus und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Katar ermahnt Kriegsparteien: Verhandlungen als Chance für Frieden

03.00: Nach den jüngsten militärischen Konfrontationen zwischen den USA und dem Iran ruft Katar alle Kriegsparteien auf, sich auf Vermittlungsbemühungen einzulassen. Das habe Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani bei einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance in Washington betont, wie das katarische Aussenministerium auf der Plattform X mitteilte. Die Verhandlungen könnten zu einem umfassenden Abkommen für dauerhaften Frieden in der Region führen, hiess es weiter.

Am Donnerstag hatten sich der Iran und die USA trotz einer Waffenruhe gegenseitig angegriffen. Pakistan gilt im Iran-Krieg als offizieller Vermittler, Katar agiert eher im Hintergrund. Vertreter Katars seien ein wichtiger inoffizieller Kanal zwischen den USA und dem Iran in den diplomatischen Bemühungen für eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs, berichtete das US-Nachrichtenportal Axios. Die Kataris nutzen demnach auch ihre Kontakte zu ranghohen Generälen der Islamischen Revolutionsgarden.

Kommentare

User #4682 (nicht angemeldet)

Die "HMS Dragon"? Ist das nicht der kohlebetriebene Schoner mit Baujahr 1922, der wegen Kesselproblemen schon lange im Trockendock in Plymouth lag?

User #4317 (nicht angemeldet)

Warum? TACO behauptete doch immer, er brauche keine Hilfe...

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