Gibt es nun bald einen Deal zwischen USA und Iran?
Laut Donald Trump steht eine Einigung mit dem Iran kurz bevor, Teheran aber dämpft die Hoffnungen leicht. Alle Entwicklungen zum Nahen Osten hier im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump rechnet mit einem baldigen Friedens-Deal mit dem Iran.
- Teheran hat laut dem US-Präsidenten grosse Zugeständnisse gemacht.
- Derweil bleibt die Strasse von Hormus blockiert.
Zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich ein baldiges Abkommen ab.
Laut Donald Trump ist eine Einigung noch diese oder nächste Woche möglich. Er droht aber, dass er den Iran, sollte es keinen Deal geben, «in Grund und Boden bombardieren» werde.
Die Gegenseite aber bezeichnet Berichte über eine baldige Einigung derweil als überzogen.
Gemäss dem US-Präsidenten stimmte Teheran mehreren Punkten zu. Unter anderem dem Verzicht auf Atomwaffen und der Übergabe des angereicherten Urans.
Zwischen Israel und dem Libanon herrscht eine Feuerpause – wenn auch eine brüchige. Beide Seiten werfen sich Verstösse gegen das Abkommen vor. Weitere Verhandlungen über ein Kriegsende sind vorgesehen.
Alle Entwicklungen zum Nahen Osten gibt es hier im Ticker.
Gaza-Feldkrankenhaus wird ausgebaut – alle Materialien geliefert
22.45: Im Gazastreifen wird ein auch vom Deutschen Roten Kreuz unterstütztes Feldkrankenhaus zwei Jahre nach Eröffnung ausgebaut und ausgebessert. Die Einfuhr der dafür benötigten Materialien sei im Laufe des Tages abgeschlossen worden, teilten das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sowie die für Palästinenserangelegenheiten zuständige israelische Behörde Cogat am Abend mit.
Die Ausbesserung der im Mai 2024 in Rafah eröffneten Klinik sei nötig, um die medizinische Versorgung der Menschen in der Gegend zu gewährleisten, hiess es in einer IKRK-Mitteilung. «Es handelt sich um eine der wenigen funktionsfähigen Gesundheitseinrichtungen im Süden des Gazastreifens.»
Medien: Trump setzte Hormus-Einsatz nach Druck von Verbündeten aus
22.25: Donald Trump hat den US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus Medienberichten zufolge nach Druck von Verbündeten am Golf ausgesetzt. Trumps überraschender Stopp von «Projekt Freiheit» erfolgte, nachdem Saudi-Arabien den USA die Nutzung eines Luftwaffenstützpunktes sowie des saudischen Luftraums zur Unterstützung der Initiative untersagt hatte, wie der Sender NBC News unter Berufung auf zwei US-Beamte berichtete.
UN: Kein Genehmigungsverfahren, sondern freie Hormus-Schifffahrt
21.53: UN-Generalsekretär António Guterres hat ein vom Iran angekündigtes neues Genehmigungsverfahren für die Strasse von Hormus abgelehnt und sich erneut für freien Schiffsverkehr durch die Meerenge ausgesprochen. «Was wir nicht wollen, sind zusätzliche Restriktionen oder Strukturen», sagte ein Sprecher von Guterres in New York.

«Wir wollen wieder dahin zurück, wo wir waren, also zur Navigationsfreiheit in der Strasse von Hormus, unter der zivile Schiffe kommen und gehen konnten, um zu exportieren und zu importieren, und wir wissen, von welcher Bedeutung die Meerenge für uns alle auf der Welt ist.»
Iranische Medien melden Explosionen am Persischen Golf
21.04: Inmitten militärischer Spannungen mit den USA haben iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Nahe der Hafenstadt Bandar Abbas an der Südküste seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die genaue Ursache dafür sei jedoch unklar.
Fars schrieb in einem weiteren Bericht von Schusswechsel zwischen iranischen Streitkräften und dem «Feind». Dabei sei unter anderem ein Hafenbereich auf der Insel Gheschm getroffen worden. Nähere Details lagen zunächst nicht vor.
Iran: US-Verhandlungsvorschlag wird weiter geprüft
20.15: Irans Regierung prüft nach eigenen Angaben weiter einen Verhandlungsvorschlag aus den USA. Teheran habe Washington noch nicht geantwortet, sagte Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Sobald die Beratungen abgeschlossen seien, werde das Ergebnis über Pakistan als Vermittler an die USA kommuniziert.
Iran: US-Verhandlungsvorschlag wird weiter geprüft
18.35: Irans Regierung prüft nach eigenen Angaben weiter einen US-Verhandlungsvorschlag aus den USA. Teheran habe Washington noch nicht geantwortet, sagte Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Sobald die Beratungen abgeschlossen seien, werde das Ergebnis über Pakistan als Vermittler an die USA kommuniziert.

Derzeit wartet das Weisse Haus auf eine Reaktion Irans auf eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten. Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.
Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Strasse von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Atomverhandlungen geschaffen werden.
Mehr als 200 Hisbollah-Kämpfer seit Waffenruhe getötet
13.40: Seit Beginn der Waffenruhe im Libanon vor drei Wochen sind nach israelischer Darstellung mehr als 200 Kämpfer der proiranischen Hisbollah-Miliz getötet worden.
«In den vergangenen Wochen wurden mehr als 220 Terroristen und Kommandeure der Terrororganisation Hisbollah eliminiert, die eine Bedrohung für israelische Soldaten und israelische Zivilisten darstellten», hiess es in einer Mitteilung der Armee.
Auf Anfrage wurde klargestellt, dass es sich auf den Zeitraum seit Verkündung einer Waffenruhe vor drei Wochen bezieht. Allein in der vergangenen Woche seien 85 Hisbollah-Kämpfer getötet worden. Die schiitische Miliz selbst äussert sich nicht zu eigenen Verlusten.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, am Mittwochabend sei bei einem gezielten israelischen Angriff in den südlichen Vororten Beiruts der Kommandeur der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan getötet worden. Der Kommandeur Malek Balut soll demnach führend an der Planung eines Vorstosses in den israelischen Norden beteiligt gewesen sein. Dieser Vorwurf lässt sich nicht unabhängig überprüfen.
Auch Netanjahu sagte, Israel habe innerhalb des vergangenen Monats mehr als 200 Hisbollah-Kämpfer getötet.
Sohn des Hamas-Anführers bei Angriff im Gazastreifen getötet
13.00: Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist nach Angaben eines Spitals ein Sohn des Hamas-Anführers Chalil al-Haja getötet worden. Asam Chalil al-Haja sei im Al-Ahli-Spital seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte die Klinik mit.
Nach Berichten in Gaza war er bei einem Drohnenangriff am Mittwoch im Flüchtlingsviertel Dschabalija getroffen worden. Dabei wurde Klinikangaben zufolge ein weiteres Hamas-Mitglied getötet. Ein israelischer Armeesprecher sagte, man prüfe die Berichte.
Chalil al-Haja ist höchstrangiger Hamas-Funktionär im Ausland und Unterhändler bei Verhandlungen über eine dauerhafte Friedensregelung für den Gazastreifen. Der Hamas-Sprecher Hasem Kassem sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), es sei bereits der vierte Sohn al-Hajas, der bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen sei.
Gibt es bald Frieden?
03.15: Am Mittwoch zeigte sich Donald Trump optimistisch, dass man einem Abkommen nahe sei. Die USA und der Iran seien «sehr nahe» an einer Einigung zur Beendigung des Krieges.
Zudem sagte der US-Präsident, dass der Iran einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt habe. Auch in anderen Punkten, die Trump nicht näher ausführte, habe der Iran zugestimmt.

Er drohte aber, dass er das Land im Falle, dass keine Einigung zustande kommt, «in Grund und Boden bombardieren» werde.
Ob nun wirklich bald Frieden einkehren wird, ist unklar. Bereits zuvor sprach Trump einige Male von einer baldigen Einigung, die dann aber nicht zustande kam. Zudem bezeichnete Teheran Medienberichte über ein bevorstehendes Abkommen als überzogen.












