Neue Angriffe in Strasse von Hormus – Waffenruhe wankt

    Laut Donald Trump steht eine Einigung mit dem Iran kurz bevor, Teheran aber dämpft die Hoffnungen leicht. Alle Entwicklungen zum Nahen Osten hier im Ticker.

    hormus
    Mit dem Ausbau einer Pipeline wollen die Vereinigte Arabische Emirate die durch den Iran-Krieg zum Erliegen gekommene Strasse von Hormus künftig umgehen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zwischen dem Iran und den USA deutet sich eine Einigung an.
    • Teheran prüft eine von den USA vorgelegte einseitige Absichtserklärung.
    • Bald sollen zwischen Israel und dem Libanon wieder Gespräche stattfinden.

    Zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich ein baldiges Abkommen ab.

    Laut Donald Trump ist eine Einigung noch diese oder nächste Woche möglich. Er droht aber, dass er den Iran, sollte es keinen Deal geben, «in Grund und Boden bombardieren» werde.

    Die Gegenseite aber bezeichnet Berichte über eine baldige Einigung derweil als überzogen. Sie will aber eine von den USA vorgelegte einseitige Absichtserklärung prüfen.

    Spürst du die Folgen des Iran-Kriegs im Alltag?

    Gemäss dem US-Präsidenten stimmte Teheran mehreren Punkten zu. Unter anderem dem Verzicht auf Atomwaffen und der Übergabe des angereicherten Urans.

    Zwischen Israel und dem Libanon herrscht eine Feuerpause – wenn auch eine brüchige. Beide Seiten werfen sich Verstösse gegen das Abkommen vor. Weitere Verhandlungen über ein Kriegsende sind vorgesehen.

    Mit dem Ticker von Nau.ch verpasst du keine Neuigkeiten zum Nahen Osten:

    Irans Militär: Gefechte in Strasse von Hormus beendet

    21.35: Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Strasse von Hormus für beendet erklärt. «Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig», zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.

    Nach iranischer Darstellung war der Beschuss eines unbeladenen Öltankers unter iranischer Flagge durch US-Streitkräfte am Mittwoch Auslöser für die jüngste Eskalation. Darauf hätte die iranische Marine auf die «Verletzung der Feuerpause» reagiert.

    USA: Haben zwei Tanker unter iranischer Flagge angegriffen

    17.19: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und ausser Gefecht gesetzt. Zwei solche Schiffe hätten versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.

    Neue Angriffe in Strasse von Hormus – Waffenruhe wankt

    16.02: Der Iran und die USA haben sich trotz einer Waffenruhe gegenseitig angegriffen. Der Iran attackierte US-Militärschiffe in der Meerenge mit Raketen und Schnellbooten, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an. Unklar blieb, wer zuerst das Feuer eröffnete.

    Rubio: Erwarten heute eine Antwort aus dem Iran

    15.38: In den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs erwarten die USA nach Angaben von Aussenminister Marco Rubio noch heute eine Antwort aus Teheran. Er hoffe, dass es sich um ein ernsthaftes Angebot handeln werde. «Die Hoffnung ist, dass es etwas ist, das uns in einen ernsthaften Verhandlungsprozess bringen kann.»

    Iraner weiterhin ohne Internet

    14.48: Die Iraner sind inzwischen den 70. Tag in Folge vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen.

    Die Sperre halte bereits seit 1.656 Stunden an, teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit.

    Iran
    Die Bevölkerung im Iran hat noch immer keinen Zugang zum Internet. - keystone

    Für viele Iraner sind seither lokale Apps die einzige Möglichkeit zur internetbasierten Kommunikation. Regierungsstellen drängen ihre Angestellten mittlerweile dazu, diese lokalen Alternativen für Arbeitszwecke zu installieren.

    Häufig bieten sie die einzige Möglichkeit für Kontakt zu Angehörigen im Ausland. Viele Menschen misstrauen diesen iranischen Apps jedoch aus Angst vor Überwachung.

    Hisbollah feuert auf Israel – Tote im Libanon

    14.39: Trotz geltender Waffenruhe hat die Hisbollah erneut Raketen auf Nordisrael gefeuert.

    Das libanesische Gesundheitsministerium meldete derweil vier Tote und mehrere Verletzte bei einem israelischen Angriff im Südlibanon. Israels Armee äusserte sich dazu zunächst nicht auf Anfrage.

    Libanon
    Die Hisbollah und Israel beschiessen sich trotz Waffenruhe gegenseitig. - keystone

    In Nordisrael gab es am frühen Nachmittag in mehreren Orten Raketenalarm. Ein Geschoss sei abgefangen worden, weitere seien auf offenes Gelände gestürzt, teilte das israelische Militär mit.

    Israels Armee hatte mit dem Beschuss aus dem Nachbarland gerechnet und zuvor mitgeteilt, dass sie sich darauf vorbereite.

    Dem Beschuss vorausgegangen war ein israelischer Angriff in den südlichen Vororten Beiruts. Bei diesen wurde der Kommandeur der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan getötet.

    Emirate melden drei Verletzte nach Angriff am Morgen

    14.16: Nach einem iranischen Angriff am Morgen haben die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten drei Verletzte gemeldet.

    Das Verteidigungsministerium fing dabei nach eigenen Angaben zwei ballistische Raketen und drei Drohnen ab. Diese seien aus dem Iran gestartet worden.

    Iran: USA torpedieren Verhandlungen durch Militäraktionen

    14.01: Nach gegenseitigen Angriffen wirft der Iran den USA vor, eine Verhandlungslösung zu torpedieren.

    Iran Aussenminister Abbas Araghtschi
    Irans Aussenminister Abbas Araghtschi. - keystone

    «Immer wenn eine diplomatische Lösung auf dem Tisch liegt, entscheiden sich die USA für leichtsinnige militärische Abenteuer. Ist das eine plumpe Einschüchterungstaktik?» Das schrieb der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi auf X.

    Papst Leo XIV. ruft zum Einsatz für den Frieden auf

    12.23: Zum Jahrestag seiner Wahl zum Papst ruft Leo XIV. die Gläubigen zum Einsatz für den Frieden auf.

    papst leo
    Papst Leo XIV. rückt mit seiner ersten Enzyklika Technologie und gesellschaftliche Verantwortung stärker in den Fokus. (Archivbild) - keystone

    «Die Kriege, die noch immer in vielen Regionen der Welt toben, verlangen ein erneutes Engagement. Nicht nur in wirtschaftlicher und politischer, sondern auch spiritueller und religiöser Hinsicht. Frieden entsteht im Herzen», sagte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken bei einer Predigt in Pompeji.

    USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi

    07.03: Die USA fordern den Iran auf, die schwer erkrankte iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi sofort aus dem Gefängnis freizulassen.

    Die inhaftierte 54-Jährige müsse die nötige Behandlung bekommen, die Welt schaue zu. Das schrieb der im US-Aussenministerium für Menschenrechte zuständige Spitzenbeamte Riley Barnes auf X.

    Narges Mohammadi
    Wurde im Iran erneut zu einer Haftstrafe verurteilt: die Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi (hier ein Bild aus dem Jahr 2008). - keystone

    «Sie befindet sich nun in kritischem Zustand und erhält eine völlig unzureichende medizinische Versorgung», fügte er hinzu. Am Mittwoch hatten Unterstützer Mohammadis mitgeteilt, sie schwebe «zwischen Leben und Tod».

    «Das iranische Regime hat Mohammadi eingesperrt, weil sie ihre Stimme erhoben hat. Weil sie im Namen des iranischen Volkes und seiner Hoffnungen auf ein besseres Leben gesprochen hat», schrieb Barnes weiter.

    Emirate melden Abwehr neuer iranischer Luftangriffe

    05.33: Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind eigenen Angaben zufolge erneut vom Iran angegriffen worden.

    Die Luftverteidigung wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben und auf offiziellen Warnungen zu achten.

    Anwohner sollten herabfallende Trümmer nicht anfassen oder fotografieren und sich ihnen auch nicht nähern. Zu den Zielen der iranischen Angriffe gab es zunächst keine Informationen.

    Der Iran hatte den Golfstaat erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor rund vier Wochen am Montag und Dienstag wieder angegriffen.

    US-Ministerium prüft möglichen Insiderhandel im Iran-Krieg

    03.55: Das US-Justizministerium untersucht laut Medienberichten verdächtige Transaktionen auf dem Ölmarkt. Diese seien jeweils kurz vor Ankündigungen von Präsident Donald Trump und anderen Regierungsvertretern getätigt worden.

    US-Justizministerium
    Das US-Justizministerium hat rund um den Iran-Krieg Ermittlungen zu Insiderhandel aufgenommen. - keystone

    Dabei gehe es um mindestens vier Geschäfte. Bei diesen hätten Händler während des Iran-Kriegs mehr als 2,6 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Mrd Euro) auf fallende Ölpreise gesetzt. Das berichteten die US-Sender ABC News und NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

    Die Wetten seien jeweils kurz vor neuen Ankündigungen Trumps oder iranischer Regierungsvertreter platziert worden, hiess es. Auch die für Rohstoffgeschäfte zuständige Bundesbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sei in die Ermittlungen involviert.

    Trump droht dem Iran: Deal jetzt oder es folgen brutale Schläge

    01.45: Präsident Donald Trump die Islamische Republik erneut auf, schnell eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen.

    Ansonsten werde das US-Militär iranische Einheiten in Zukunft noch viel härter und viel gewaltsamer treffen. Das schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

    Der Iran werde «von WAHNSINNIGEN angeführt, und hätten sie die Chance, eine Atomwaffe einzusetzen, würden sie es ohne Frage tun. Aber diese Gelegenheit werden sie nie bekommen.»

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    Donald Trump droht dem Iran erneut. - keystone

    Ihre Boote seien gesunken, ihre Raketen und Drohnen abgeschossen worden, schrieb Trump weiter. «Sie fielen so wunderschön auf den Ozean herab, als ob ein Schmetterling in sein Grab fallen würde!»

    Ein normales Land hätte die Zerstörer passieren lassen, aber der Iran sei kein normales Land.

    USA und Iran beschiessen sich in Strasse von Hormus

    00.30: Trotz Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig in der Strasse von Hormus beschossen.

    Zudem griff das US-Militär einzelne Ziele im Iran an. «US-Streitkräfte wehrten unprovozierte iranische Angriffe ab und reagierten mit Schlägen zur Selbstverteidigung.», Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) der US-Streitkräfte auf der Plattform X mit.

    Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe und machte dafür wiederum US-Attacken auf einen iranischen Öltanker verantwortlich.

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    Der Iran und die USA haben sich in der Strasse von Hormus gegenseitig beschossen. - keystone

    Centcom teilte weiter mit, die Angriffe seien abgewehrt worden, als die US-Marine am Donnerstag die Strasse von Hormus durchquert hätten. Iranische Streitkräfte hätten mehrere Raketen abgefeuert und Drohnen sowie kleine Boote eingesetzt, als drei US-Schiffe die Meerenge passiert hätten.

    Das iranische Militär warf den USA vor, die Waffenruhe verletzt zu haben. Das US-Militär habe einen iranischen Öltanker angegriffen, der von den Küstengewässern unterwegs gewesen sei. So zitierte der regierungstreue Sender Press TV das iranische Hauptquartier Khatam al-Anbiya.

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    Kommentare

    User #3067 (nicht angemeldet)

    Das Ding ist nicht zu gewinnen und das sollten sich die Amerikaner abschminken. Die Welt brennt vorher bevor die Amerikaner überhaupt etwas gewinnen können. Trump ist ein Schauspieler und Verbrecher.

    User #1954 (nicht angemeldet)

    Trump stoppt erst wenn Bibi dies erlaubt

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