Israel und Hamas werfen sich Bruch der Waffenruhe vor
Die islamistische Hamas im Gazastreifen wirft Israel vor, die Vereinbarungen für eine Waffenruhe zu verletzen. Hamas-Sprecher Hasem Kassem begründete dies mit israelischen Militäreinsätzen in den vergangenen Tagen. Die Bombardierung von Wohnhäusern im Gazastreifen und die damit einhergehende Flucht der Bevölkerung stehe im Widerspruch zu den Vereinbarungen.

Israel und die Hamas werfen sich gegenseitig vor, eine seit Oktober 2025 geltende Waffenruhe zu verletzen.
Die israelische Armee erklärte auf der Plattform X, dass bei zwei separaten Vorfällen am Freitag «mehrere Terroristen» getötet worden seien. Diese hätten die sogenannte gelbe Linie überschritten und sich den Streitkräften in bedrohlicher Weise genähert.
Die gelbe Linie – durch farbig markierte Betonelemente und Schilder kenntlich gemacht – bezeichnet die im Rahmen der Waffenruhe vereinbarte Rückzugsposition der israelischen Armee und gilt als neue Grenzlinie zum Gazastreifen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bestätigt, dass Israel inzwischen 60 statt bisher 50 Prozent des Gazastreifens militärisch kontrolliert. Das Palästinensergebiet umfasst eine Fläche, die in etwa der Münchens oder Bremens entspricht.
Nikolaj Mladenow, Hoher Vertreter des von US-Präsident Donald Trump eingesetzten Friedensrats für Gaza, warnte am Donnerstag vor dem UN-Sicherheitsrat in New York, ohne eine Entwaffnung der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas und angesichts der anhaltenden Verletzungen der Waffenruhe drohe der «sich verschlechternde Zustand» im Gazastreifen dauerhaft zu werden. Eine Finanzierung für den Wiederaufbau werde nicht kommen, solange die Waffen nicht niedergelegt seien.










