Hamas

Hamas bestätigt direkte Gespräche mit US-Vertreter über Gaza

Keystone-SDA
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Israel,

Die islamistische Terrororganisation Hamas hat erstmals seit Beginn der Gaza-Waffenruhe vor einem halben Jahr direkte Gespräche mit einem US-Repräsentanten geführt.

ARCHIV - Dieses Bild vom 24. April 2024 zeigt den stellvertretenden Chefs des Hamas-Politbüros, Chalil al-Haja, der die militante palästinensische Gruppe bei den Verhandlungen über e...
ARCHIV - Dieses Bild vom 24. April 2024 zeigt den stellvertretenden Chefs des Hamas-Politbüros, Chalil al-Haja, der die militante palästinensische Gruppe bei den Verhandlungen über e... - Keystone/AP/Khalil Hamra

Der Hamas-Unterhändler Chalil al-Haja habe sich in Kairo mit dem US-Berater Aryeh Lightstone getroffen, bestätigten Hamas-Kreise nach einem entsprechenden Bericht des US-Senders CNN.

CNN zufolge war bei dem Treffen am Dienstagabend auch Nikolaj Mladenow zugegen, der Hohe Repräsentant für Gaza. Der Bulgare und frühere UN-Nahost-Gesandte dient als Verbindung zwischen dem Friedensrat und der palästinensischen Übergangsverwaltung des in zwei Jahren Krieg weitgehend zerstörten Gazastreifens.

Die Hamas besteht vor dem Übergang in die zweite Phase des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump darauf, dass Israel seine Angriffe in dem Küstenstreifen unterlässt und die Einfuhr von mehr humanitären Hilfsgütern erlaubt.

Die in dem Plan vorgesehene Entwaffnung der Hamas lehnt die militante Palästinenserorganisation weiterhin ab. Seit Beginn der Waffenruhe sind nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 760 Palästinenser in dem schmalen Küstenstreifen getötet worden.

Israels Armee kontrolliert weiterhin etwa die Hälfte des Gazastreifens, in dem Rest des Gebiets hat die Hamas ihre Kontrolle wieder gefestigt. Die zweite Phase des Friedensplans sieht einen weiteren Abzug der israelischen Truppen und das endgültige Ende des Kriegs vor, um einen Wiederaufbau der zerstörten Städte in dem Palästinensergebiet mit rund zwei Millionen Einwohnern zu ermöglichen. Auch nach einem halben Jahr Waffenruhe leben die Menschen in Not. Hilfsgüter kommen nur über einen von Israel kontrollierten Übergang in das Gebiet.

Lightstone sei vor dem Treffen in Kairo mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zusammengekommen, um Israels Zusage zur vollständigen Umsetzung seiner Verpflichtungen in der ersten Phase des Waffenstillstands zu sichern, berichtete CNN weiter. Israel habe sich bereit erklärt, diese Verpflichtungen umzusetzen, sofern die Hamas sich zur Entwaffnung verpflichte. Mladenov warnte den Hamas-Repräsentanten dem Bericht zufolge, Israel werde den Krieg wieder aufnehmen, sollte die Hamas die Waffen nicht niederlegen.

Der Friedensplan sieht die Entsendung einer internationalen Stabilisierungstruppe vor, die im Gazastreifen für Ruhe sorgen soll. Bisher hat sich aber nur Indonesien zur Entsendung von Soldaten verpflichtet.

Kommentare

User #2629 (nicht angemeldet)

Das der noch lebt ist schon erstaunlich.

User #2521 (nicht angemeldet)

Hamas? Terrorgruppe? Ok, sie verüben Anschläge, aber wer sind die Hamas eigentlich? Muslime und Islamisten, Söldner oder Verlierer? Woher kommen sie, wie sind sie bewaffnet? Sie verfügen weder über Kampfflieger noch Kampfhubschrauber, keine Panzer, keine nuklearen Sprengköpfe, usw. Ich vermute, diese Typen haben Rache geschworen, auf ihre Unterdrücker und Vertreiber, ihren militärisch übermächtigen Nachbarn. Viele wollen auch ihr Eigentum gegenüber israelischen Siedlern verteidigen. Irgendwann wird auch der letzte von ihnen unter dem Boden liegen. Krass der Hass aber irgendwie nachvollziehbar.

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