Israel nennt Iran-Vereinbarung «sehr schlecht»
Israel übt scharfe Kritik an der neuen Iran-Vereinbarung der USA. Botschafter Danny Danon warnt vor den Folgen für die gesamte Region.

US-Präsident Donald Trump hat die Absichtserklärung mit dem Iran unterzeichnet. Die Unterschrift erfolgte beim Abendessen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Versailles, wie «ZDFheute» berichtet.
Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, reagierte umgehend. Er bezeichnete das Abkommen als «sehr schlecht» für Israel, die USA und die Golfstaaten, wie «T-Online» schreibt.
Gegenüber dem israelischen Sender Channel 14 äusserte sich Danon noch deutlicher. Trump habe dem Iran ermöglicht, seine Verhandlungsposition zu verbessern, weil er den Prozess zu schnell habe abschliessen wollen.
Israel sieht noch keine endgültige Entscheidung
«Aber wir müssen abwarten. Es gibt noch keine Entscheidung – lediglich einen Rahmen für die Fortsetzung der Verhandlungen», sagte Danon laut «T-Online».
Damit deutet Israel an, das letzte Wort sei noch nicht gesprochen.
Auch Verteidigungsminister Israel Katz hatte sich zuvor kritisch geäussert. Die Vereinbarung mit dem Iran garantiere die Sicherheit Israels nicht, berichtet der «Tagesspiegel».
Inhalt des Abkommens sorgt für Diskussionen
Das Rahmenabkommen sieht eine 60-tägige Verhandlungsphase vor. Handelsschiffe sollen die Strasse von Hormus während dieser Zeit sicher und gebührenfrei befahren können.
Der Iran kündigte zugleich an, langfristig Gebühren für die Durchfahrt zu verlangen. Sein Land werde «nicht zu den Vorkriegsbedingungen zurückkehren», sagte Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf laut «T-Online».
Macron lobte die Einigung hingegen als wichtigen Schritt. Sie ebne den Weg für dauerhaften Frieden und ermögliche die Wiedereröffnung der Strasse von Hormus, teilte er laut «ZDFheute» mit.
Trump verteidigt seine Iran-Strategie
Trump verteidigte das Abkommen am Rande des G7-Gipfels in Frankreich.

Ein längerer Krieg hätte eine Wirtschaftskatastrophe auslösen können, sagte er laut «T-Online».
Israel bleibt trotz dieser Beteuerungen skeptisch. Die israelische Position deutet darauf hin, dass die Spannungen um den Iran-Deal vorerst anhalten dürften.












