Trumps Urteil über die G7-Runde am Genfersee

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Frankreich,

    Kaum ein G7-Staatschef blieb von Trumps Kritik verschont – Starmer, Merz, Macron, Meloni und Carney kennen das aus eigener Erfahrung.

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    Macron, Merz, Meloni, Carney, Starmer – sie alle haben Trumps Kritik zu spüren bekommen. (Archivbild) - keystone

    Die G7-Staats- und Regierungschefs treffen sich derzeit im französischen Kurort Évian am Genfersee. Frankreichs Präsident Macron empfängt als Gastgeber die führenden westlichen Industrienationen, wie der «ORF» berichtet.

    Bei diesem Anlass kommt es zum Wiedersehen der Weltmächte. Macron, Merz, Meloni und Carney treffen auf Trump, wie das «SRF» berichtet.

    Hat Trump mit seiner öffentlichen Kritik an den G7-Staatschefs recht?

    Trumps Verhältnis zu fast allen Teilnehmern ist spürbar abgekühlt. Streitpunkte sind der Iran-Krieg und die fehlende Unterstützung der Verbündeten, wie «T-Online» schreibt.

    Macron: Von der Bewunderung zur Distanz

    Einst verband Trump und Macron eine gewisse gegenseitige Bewunderung für Grösse und Pomp. Doch öffentlich äusserte Trump zuletzt, Macrons Frau behandle ihn schlecht, berichtet «T-Online».

    Über das Gastgeberland gab sich Trumps kühl. Er soll erklärt haben: «Es ist Frankreich. Wir erwarten nichts Perfektes.»

    Auch frühere Gesten des Gastgebers verblassten mittlerweile. Die gemeinsam gepflanzte Eiche aus Trumps erster Amtszeit ist laut «T-Online» inzwischen vertrocknet.

    Merz unter Beschuss

    Bundeskanzler Friedrich Merz sorgte für einen offenen Bruch mit dem Weissen Haus. Er hatte erklärt, der Iran «demütige» die USA, was zu scharfer Gegenkritik Trumps führte, wie «T-Online» schreibt.

    Trump warf Merz vor, er solle sich weniger auf aussen- und mehr auf innenpolitische Probleme konzentrieren.

    In den darauffolgenden Tagen kündigte das Pentagon den Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland an.

    Meloni: Einst Trumps engste Verbündete

    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni galt lange als engste Verbündete von Donald Trump in Europa.

    Sie zog weder beim Iran-Krieg mit noch unterstützte sie Trumps Kritik am Papst.

    Daraufhin erklärte Trump laut «T-Online»: «Ich dachte, sie hätte Mut. Ich habe mich geirrt.»

    Starmer kein Churchill

    Grossbritanniens Premierminister Keir Starmer versuchte lange, eine gute Beziehung zu Trump aufzubauen.

    Als London die Nutzung einer Militärbasis für US-Angriffe auf den Iran verweigerte, reagierte Trump scharf, berichtet «T-Online».

    trumps starmer
    Kaum ein G7-Staatschef blieb von Trumps Kritik verschont – auch Starmer. - keystone

    Er erklärte: «Wir haben es hier nicht mit Winston Churchill zu tun.»

    Carney kein Premier

    Kanadas Premierminister Mark Carney erlebt eine ähnliche Behandlung. Trump stufte ihn öffentlich zum «Gouverneur» herab.

    Dies ein Verweis auf seinen Wunsch, Kanada zum 51. US-Bundesstaat zu machen.

    Carney hatte am Weltwirtschaftsforum in Davos einen liberalen Gegenentwurf zu Trumps Politikstil skizziert. Das stiess beim US-Präsidenten auf wenig Gegenliebe, wie «T-Online» berichtet.

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    Kommentare

    User #2883 (nicht angemeldet)

    Noch zwei Jahre, dann ist der Spuk vorbei. Solange gibt's halt Zirkus im und ums Weisse Haus. Wir dürfen umsonst zuschauen.

    User #5878 (nicht angemeldet)

    Trump ist nicht die hellste Kerze auf der Torte aber er blufft gut

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