Vance lässt Zeitraum für Schweiz-Reise offen

    Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran wurde von beiden Seiten digital unterzeichnet. Die Zeremonie auf dem Bürgenstock soll laut EDA stattfinden.

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    Donald Trump hat das Abkommen mit dem Iran unterzeichnet. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Donald Trump hat den Iran-Deal auf Papier und digital unterzeichnet.
    • Auch der iranische Präsident hat seine digitale Signatur unter den Deal gesetzt.
    • Laut EDA findet das Treffen auf dem Bürgenstock trotzdem statt.

    Die Präsidenten der USA und des Irans haben das Rahmenabkommen unterzeichnet, es ist damit in Kraft.

    Damit beginnt eine 60-tägige Waffenruhe zwischen den beiden Kriegsparteien und ihren Verbündeten. In dieser Zeit soll ein endgültiges Friedensabkommen ausgehandelt werden.

    Iran besteht auf Antragspflicht für Hormus-Passage

    Iran verlangt vor einer Passage der Strasse von Hormus von allen Handelsschiffen die Einreichung eines entsprechenden Antrags. Das Sekretariat des obersten nationalen Sicherheitsrats teilte laut der Zeitung «Tehran Times» weiterhin mit, dass für einen Zeitraum von 60 Tagen keine Gebühren entrichtet werden müssten.

    Vance: Gibt schriftliche Nebenabreden mit dem Iran

    JD Vance hat angedeutet, dass die Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran über das bislang bekannte Abkommen hinausgehen könnten. Bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus sprach Vance von sogenannten «informelle Absprachen» (Gentlemen's Agreements) zu einzelnen Aspekten der Verhandlungen.

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    Laut JD Vance gibt es «Gentlemen's Agreements» mit dem Iran. - keysotne

    Auf die Frage nach solchen Nebenabsprachen sagte Vance, einige davon seien sogar schriftlich festgehalten worden. Es sei aber zweitrangig, ob es sich bei einzelnen Zusagen um ein Memorandum, informelle Vereinbarungen oder ein späteres endgültiges Abkommen handle. «Es geht um Überprüfung», sagte der Vizepräsident.

    Nach Angaben von Vance hat der Iran zugesagt, künftig kein Uran mehr anzureichern und internationalen Inspektoren Zugang zu gewähren, damit Bestände hoch angereicherten Urans zerstört werden können. Sollte Teheran diese Zusagen einhalten, sehe die Vereinbarung verschiedene Gegenleistungen vor, sagte Vance

    Netanjahu schliesst Truppenabzug aus dem Südlibanon aus

    Benjamin Netanjahu hat einen Truppenabzug aus dem Südlibanon bis auf weiteres ausgeschlossen. Netanjahu bezeichnete in einer Rede die von der Armee errichtete «Sicherheitszone» als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz im Libanon und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.

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    Auch im Libanon sind israelische Soldaten präsent. (Symbolbild) - keystone

    Das bilaterale Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sieht zwar eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor, enthält aber keine explizite Klausel über einen Abzug der israelischen Truppen. Die Hisbollah-Miliz ist der wichtigste Verbündete des Irans in der Region.

    Revolutionsführer billigt US-Abkommen mit Vorbehalt

    Irans Revolutionsführer Modschtaba Chamenei hat das Rahmenabkommen mit den USA nach eigenen Worten nur unter Vorbehalten gebilligt. Chamenei sagte laut der iranischen Staatsagentur Irna, er sei grundsätzlich anderer Meinung gewesen, habe seine Zustimmung dann aber einer Verantwortung gegenüber der iranischen Nation und seiner Verbündeten erteilt.

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    Modschtaba Chamenei billigt das Abkommen mit Vorbehalten. - keystone

    Der Iran warte jetzt auf die Erfüllung seiner Bedingungen. Künftige persönliche Verhandlungen bedeuteten nicht, dass der Standpunkt des Gegners akzeptiert werde

    Vance verbittet sich israelische Kritik an Trump

    JD Vance hat mit deutlichen Worten Kritik aus der Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zurückgewiesen. «Donald J. Trump ist derzeit das einzige Staatsoberhaupt der Welt, das Israel wohlgesinnt ist», sagte er auf einer Pressekonferenz im Weissen Haus. «Wäre ich im israelischen Kabinett, würde ich wohl kaum den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen, den ich weltweit noch habe.»

    Vance lässt Zeitraum für Schweiz-Reise offen

    US-Vizepräsident JD Vance lässt den genauen Zeitpunkt für seine Reise in die Schweiz für Gespräche mit dem Iran offen. Der Republikaner sagte in Washington: «Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiss nicht genau wann.»

    Er gehe davon aus, dass die technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende starten könnten. Das sei immer noch der Plan. «Aber das könnte sich ändern», schränkte Vance ein. Eigentlich war vorgesehen, dass die Gespräche an diesem Freitag stattfinden.

    Schiffsverkehr durch Strasse von Hormus weiter verhalten

    Nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran bleibt der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus zunächst verhalten. Eine deutliche Zunahme des Verkehrs könne der Verband Deutscher Reeder (VDR) derzeit nicht erkennen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

    «Während im Regelfall täglich mehr als 100 Schiffsdurchfahrten registriert werden, lagen die erfassten Transite zuletzt überwiegend im einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich», erklärte er.

    IAEA-Chef: «Noch ein Stück Arbeit» bis zu finalem Iran-Pakt

    Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) nimmt nach Angaben ihres Chefs Rafael Grossi an den Verhandlungen über ein endgültiges US-Iran-Abkommen teil.

    Wie Grossi in Genf erklärte, müsse nun unter anderem geklärt werden, welche Anlagen im Iran die UN-Atomexperten seiner Behörde besuchen und inspizieren werden. «Es ist noch ein Stück Arbeit», sagte Grossi in einer Pressekonferenz in der Schweiz, wo nach der bereits erfolgten Unterzeichnung des Rahmenabkommens noch am Freitag weitere Gespräche beginnen könnten.

    Rafael Grossi
    IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi. - keystone

    Nun sei die Zeit gekommen, um mit Vertretern der Vereinigten Staaten und des Irans konkrete weitere Schritte zu formulieren. Über Details wollte er sich vor Beginn dieser technischen Verhandlungen nicht äussern.

    Nau.ch-Bilder zeigen: US-Transporter nahe Bürgenstock gelandet

    Vor dem Iran-Treffen auf dem Bürgenstock wird der Luftraum abgeriegelt. Nau.ch-Bilder zeigen US-Transporter in Emmen LU.

    US-Transportflugzeug
    Nau.ch-Bilder zeigen ein US-Transportflugzeug der «U.S. Air Force» in Emmen LU. - Nau.ch

    EDA hält an Bürgenstock-Treffen fest

    Nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran war unklar, ob das geplante Treffen auf dem Bürgenstock trotzdem stattfindet. Wie das Eindgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten gegenüber Nau.ch bestätigt, hält man an diesem Plan fest.

    Bürgenstock
    Das Treffen auf dem Bürgenstock soll stattfinden. - keystone

    «Gemäss aktuellem Stand ist nach wie vor vorgesehen, dass sich morgen die USA und der Iran sowie die Mediatoren Pakistan und Katar und andere involvierte Länderauf dem Bürgenstock zu ersten Verhandlungen über die Umsetzung des Abkommens treffen», so das EDA.

    Zum Ablauf des Treffens könnten aktuell keine weiteren Informationen gemacht werden.

    Verwirrung um Zeremonie in der Schweiz

    Findet die Zeremonie auf dem Bürgenstock nun statt oder nicht? Dazu gibt es unterschiedliche Angaben.

    Teheran teilte zuerst mit, dass die Zeremonie nicht stattfinden werde. Beide Seiten hatten zuvor das Abkommen digital unterzeichnet.

    bürgenstock
    Findet hier eine Zeremonie für die Unterzeichnung des US-iranischen Abkommens statt? - keystone

    Pakistans Premierminister Shebaz Sharif aber schreibt auf X, dass sein Land und Katar eine Zeremonie in der Schweiz abhalten werden. Damit soll «dieses historische Ereignis» gewürdigt und die Gespräche auf technischer Ebene begonnen werden.

    Hier unterschreibt Trump den Deal

    Dan Scavino, der stellvertretende Stabschef des Weissen Haus teilt ein Video, wie Trump das Abkommen unterzeichnet. Der US-Präsident sitzt dabei an einem Tisch zwischen Emmanuel und Brigitte Macron, Aussenminister Rubio steht dahinter.

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    Trump unterzeichnet den Iran-Deal im Schloss von Versailles. - X/TheWhiteHouse

    Scavino schreibt dazu, es sei ein «ziemlich historischer Moment».

    Iran kündigt Gebühr für Hormus-Passage an

    Irans Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf kündigt eine Gebühr für die Hormus-Passage an. «Der Iran hat das Recht auf Souveränität über die Strasse von Hormus. Natürlich werden wir eine Gebühr für unsere Dienstleistung erhalten.»

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    Das US-iranische Abkommen garantiert die gebührenfreie Durchfahrt durch die Strasse von Hormus für 60 Tage. - keystone

    Nach Ablauf der 60 Tage werde man von den Schiffen eine Gebühr für die Durchfahrt verlangen. Das nun unterzeichnete Abkommen verbietet dies nicht explizit. Gemäss «BBC» aber gehen US-Beamte davon aus, dass die Golfstaaten ein Maut-System nicht akzeptieren würden.

    Pakistan: Iran öffnet Strasse von Hormus

    Über X teilt Pakistans Premierminister Shebaz Sharif mit, dass das Abkommen in Kraft ist. Als ersten Schritt werde der Ian «unverzüglich» die Strasse von Hormus öffnen. Im Gegenzug hebe Washington wie vereinbart die Seeblockade auf.

    Abkommen offiziell in Kraft

    Teheran und Washington teilen mit, dass das Abkommen offiziell in Kraft ist. Damit beginnt die 60-tägige Waffenruhe.

    Auch Iran bestätigt Unterzeichnung

    Nach Angaben aus Teheran haben die Präsidenten beider Seiten das Abkommen digital unterzeichnet. Das sagte der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Ismail Baghaei, Staatsmedien zufolge. Der Text sei fertiggestellt und das Abkommen damit offiziell in Kraft getreten. Es werde keine Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz geben.

    ARCHIV - Der iranische Präsident Massud Peseschkian. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa/Archivbild
    Der iranische Präsident Massud Peseschkian. (Archivbild) - Keystone/AP/Vahid Salemi

    Baghaei sagte, dass die Entscheidung, das Abkommen von den höchsten Vertretern unterzeichnen zu lassen, angesichts früherer Erfahrungen bewusst getroffen worden sei. Wenn die Präsidenten die Vereinbarung unterzeichneten, wäre ein Verstoss dagegen mit höheren Kosten verbunden, wurde er weiter zitiert.

    Trump bestätigt Unterzeichnung

    Gegenüber Reportern bestätigt Donald Trump nach dem Abendessen mit Emmanuel und Brigitte Macron: «Es ist unterschrieben. Ich habe es eben in Versailles unterschrieben.»

    trump versaille
    Emmanuel und Brigitte Macron empfingen Donald Trump zum Abschluss des G7-Gipfels auf Schloss Versailles. - keystone

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    Kommentare

    User #3950 (nicht angemeldet)

    Vance soll zuhause bleiben, er ist nicht besser als DT.

    User #4301 (nicht angemeldet)

    Wenn es um den Iran Deal geht würde ich den USA und dem Iran empfehlen sich in einem sichere Land zu treffen, wo die Polizei und das Militär erfahren genug sind, eventuelle Angriffe von einem anderen Staat abzuwehren. Das wäre ganz sicher nicht die Schweiz.

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