Krieg

Irans Aussenminister: Bereit für Verhandlungen und für Krieg

Keystone-SDA
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Bern,

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat angesichts der Spannungen mit den USA erklärt, sein Land sei sowohl für Verhandlungen als auch für einen Krieg bereit. Bei einer Pressekonferenz in Istanbul wies er zentrale Forderungen von US-Präsident Donald Trump zurück.

ARCHIV - Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi nimmt an einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem turkmenischen Amtskollegen teil. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
ARCHIV - Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi nimmt an einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem turkmenischen Amtskollegen teil. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa - Keystone/AP/Vahid Salemi

Trump verlangt unter anderem vom Iran, die Reichweite von ballistischen Raketen zu begrenzen sowie auf die Anreicherung von Uran zu verzichten.

Araghtschi erklärte, Verteidigungsstrategien und Raketensysteme würden niemals Gegenstand von Verhandlungen sein. Der Iran werde seine Verteidigungsfähigkeiten bewahren und notfalls sogar ausbauen. Der Chefdiplomat warnte die USA, dass ein militärischer Konflikt diesmal über einen bilateralen Krieg hinausgehen könnte.

Verhandlungen müssten auf der Grundlage gegenseitiger Interessen und gegenseitigen Respekts geführt werden, sagte der Chefdiplomat. Es sei noch kein Treffen mit US-Vertretern vorbereitet worden. Vor Verhandlungen müssten Inhalt, Format, Ort und Datum geklärt werden.

Die Türkei versucht, sich angesichts der Spannungen als potenzieller Vermittler zu positionieren. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen sei von «entscheidender Bedeutung», um einen «zerstörerischen» Krieg in der Region zu vermeiden, sagte der türkische Aussenminister Hakan Fidan. Der Iran sei zu einem Dialog bereit, jedoch nur zu «fairen und gerechten Bedingungen», erklärte Araghtschi.

Türkische Medien, darunter die Tageszeitung «Hürriyet», berichteten, dass Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen US-Amtskollegen Trump um hochrangige trilaterale Gespräche mit dem Iran gebeten habe. Türkische Quellen bestätigten diese Bemühungen.

Kommentare

User #2340 (nicht angemeldet)

Sehe keinen Grund für Verhandlungen, Trump macht ja nur eine Art Schattenboxen. Wer nicht auf ihn reagiert ist der Böse!

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