Iran nennt Seeblockade in Strasse von Hormus «Piraterie»
Irans Militär verurteilte die von Trump geplante Seeblockade in der Strasse von Hormus massiv. Das Militär bezeichnete die Massnahme als «Akt der Piraterie».

Irans Streitkräfte verurteilten die von Trump geplante Seeblockade in der Strasse von Hormus massiv.
Das Militär bezeichnete die Massnahme als «Akt der Piraterie», berichtet die «Berliner Zeitung».
«Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden.» Dies sagte ein iranischer Militärsprecher laut dem «Tagesspiegel» und betonte damit Teherans Anspruch auf Kontrolle.
Gescheiterte Verhandlungen führen zu Plänen der Hormus-Blockade
Nach dem Scheitern von Gesprächen in Islamabad kündigte Trump eine Seeblockade an. Das «Handelsblatt» berichtet, dass die US-Marine ab Montag den Schiffsverkehr blockieren soll.
Das US-Regionalkommando Centcom gab Montag, 16 Uhr MESZ als Startzeit bekannt. Alle Schiffe sollen daran gehindert werden, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen.
Trump wirft dem Iran Wortbruch vor und spricht von «Welterpressung». Er begründet seine Massnahme mit Drohungen aus Teheran.
Irans Gegenposition und die strategische Lage
Das iranische Militär bekräftigt nach dem «Handelsblatt» seine Kontrolle über die Meerenge. Die Revolutionsgarden warnen vor harter Reaktion auf US-Kriegsschiffe.
Die Strasse von Hormus ist für den weltweiten Ölhandel entscheidend. Seit Februar 2026 blockt der Iran die Meerenge teilweise selbst und erhebt Gebühren.
Die USA sehen das als Bedrohung für globale Energieversorgung an. Trump kündigt auch die Räumung von Seeminen an, um die Route freizumachen.
Trump: «Der Iran wird keine Atomwaffe haben»
Trump erklärte, dass er einer Rückkehr des Irans an den Verhandlungstisch keine besondere Bedeutung beimesse, berichtet das «Handelsblatt». Er sagte gegenüber Reportern: «Es ist mir egal, ob sie zurückkehren oder nicht.»
Falls der Iran nicht zurückkehre, sei das für ihn in Ordnung. Auf die Frage nach möglichen neuen Gesprächen sagte er, es sei unklar, wann iranische Vertreter wieder verhandlungsbereit seien.

Trump berichtete zudem, der Iran habe bei Gesprächen mit JD Vance am Wochenende erklärt, weiterhin eine Atomwaffe anzustreben. Er betonte abschliessend: «Der Iran wird keine Atomwaffe haben.»
Auswirkungen auf Öl- und Benzinpreise
Trump geht davon aus, dass die Öl- und Benzinpreise bis zu den US-Zwischenwahlen im November hoch bleiben könnten. Damit räumt er erstmals mögliche politische Folgen seiner Entscheidung vom Februar ein, den Iran anzugreifen, schreibt das «Handelsblatt».
Gegenüber Fox News sagte er: «Es könnte so sein, oder gleich bleiben, oder vielleicht ein bisschen höher, aber es dürfte in etwa gleich bleiben.»
Zuvor hatte er noch wiederholt betont, der Preisanstieg sei nur vorübergehend. Damals hatte Trump zudem erklärt, der Konflikt werde nur «vier Wochen oder kürzer» dauern.












