Iran-Krieg spitzt sich zu – Hormus bleibt gesperrt
Die USA griffen erneut Ziele im Iran an – der Iran-Krieg spitzt sich zu, während die Strasse von Hormus gesperrt bleibt.

Das US-Militär hat eine weitere Angriffswelle auf iranische Ziele durchgeführt. Dabei wurden laut der «Tagesschau» unter anderem Flugabwehrsysteme und Radarstationen ins Visier genommen.
Das zuständige US-Regionalkommando Centcom erklärte, es sei bereits die vierte Angriffswelle seit Beginn der Feindseligkeiten am Mittwoch. Ziel sei es, die iranische Fähigkeit einzuschränken, Handelsschiffe in der Strasse von Hormus anzugreifen.
Dutzende Ziele an mehreren Standorten wurden mit Präzisionsmunition getroffen, wie die «Tagesschau» berichtet. Erstmals kamen dabei neben Kampfflugzeugen und Drohnen auch schwimmende Drohnen zum Einsatz.
Angriffe im Süden und Westen des Iran
Zu den Zielen gehörten laut iranischen Staatsmedien die Golfinsel Keschm sowie Bandar Abbas und Teile der Provinz Chusestan. Bei einem US-Angriff auf die Stadt Mahschahr soll ein Mensch getötet worden sein, meldet die «Tagesschau».
Iran verurteilte die Angriffe scharf. Das iranische Aussenministerium erklärte, die Bombardements hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichte gemacht.
Teheran warf den USA vor, die internationale Handelsschifffahrt zu gefährden, wie die «Tagesschau» berichtet. Iran beschuldigt Washington, «eine Rückkehr der Unsicherheit in der Strasse von Hormus» verursacht zu haben.
Iran beschiesst Golfstaaten – Strasse von Hormus gesperrt
Als Reaktion auf den Iran-Krieg griffen die iranischen Revolutionsgarden US-Militäranlagen in Jordanien, Kuwait und Bahrain an. Jordanien gab laut «ZDFheute» an, vier iranische Raketen abgeschossen zu haben.
Die Revolutionsgarden verkündeten ausserdem die Sperrung der Strasse von Hormus «bis auf Weiteres», wie der «Tagesspiegel» berichtet. Zuvor soll ein Warnschuss auf ein Schiff abgefeuert worden sein, das eine «nicht genehmigte Route» befahren habe.
Das US-Regionalkommando Centcom wies die Sperrung zurück. «Der Iran kontrolliert die Meerenge nicht. Der Verkehr fliesst», erklärte Centcom laut der «Tagesschau».
Iran-Krieg: UN fordern Rückkehr zu Verhandlungen
UN-Generalsekretär António Guterres äusserte sich besorgt über die «erhebliche Eskalation» im Iran-Krieg. Er rief laut «Tagesschau» beide Seiten nachdrücklich auf, Verhandlungen sofort wieder aufzunehmen.

Pakistan, das als Vermittler des Waffenstillstands fungiert hatte, rief beide Seiten zur Mässigung auf, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Man fordere alle Parteien auf, ihren Verpflichtungen aus dem Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges nachzukommen.
Trotz der Angriffe laufen laut einem US-Regierungsbeamten technische Gespräche zwischen Washington und Teheran weiter.
















