Krieg

Experte: Offener Krieg ist kostspielig und riskant

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Iran,

Die USA greifen den Iran erneut an, dieser schlägt gegen mit Washington verbündete Golfstaaten zurück. Die Waffenruhe wurde für beendet erklärt.

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Donald Trump lässt wieder Ziele im Iran angreifen. - keystone

Die USA haben nach Androhungen von Donald Trump erneut zahlreiche Ziele im Iran angegriffen. Begründet wurde die neue Angriffswelle mit den mutmasslich iranischen Attacken auf Schiffe in der Strasse von Hormus.

Der Iran schoss seinerseits um sich. Neben einem US-Zerstörer wurden auch Ziele in Bahrain, Kuwait und Jordanien ins Visier genommen.

Donald Trump hatte vor den Angriffen die Waffenruhe für beendet erklärt. Mitte Juni unterzeichneten er und die Gegenseite eine Absichtserklärung, die auch eine Feuerpause von 60 Tagen beinhaltet.

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US-Regierung: Technische Gespräche mit Iran laufen weiter

Trotz der Angriffe gegen den Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. «Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter», sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur.

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Verhalten der iranischen Führung einen Verstoss gegen das Rahmenabkommen «inakzeptablen Ausmasses» darstelle.

Experte: Offener Krieg für beide Seiten sehr kostspielig

Die Lage zwischen den USA und dem Iran droht erneut zu eskalieren. Ali Vaez, Iran-Experte bei der NGO «International Crisis Group», aber sagt im «Spiegel»: «Eine Rückkehr zu einem offenen Krieg wäre für beide Seiten extrem kostspielig und riskant.»

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Der Iran greift wieder die US-Verbündeten in der Golfregion an. An einem offenen Krieg dürfte Teheran aber kaum Interesse haben. (Archivbild) - keystone

Und dennoch würde keine Seite viel gewinnen, denn: Auch dann würde dieselbe Logik gelten, die schon zur Unterzeichnung der Absichtserklärung geführt habe: «Keine Seite kann ihre Ziele mit militärischen Mitteln erreichen.»

Der Iran und die USA würden aber versuchen, mit militärischen Mitteln ihre jeweilige Auslegung des Memorandums durchzusetzen. Somit habe sich der Kampf nur verlagert.

Israel soll sich bald aus Testzonen zurückziehen

Israel soll sich gemäss einem US-Beamten bald mit dem Rückzug aus den besetzten libanesischen Gebieten beginnen. So seien sogenannte «Pilotzonen» definiert, die von Israel an den Libanon zurückgegeben werden sollen.

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Israel besetzt weiterhin einige Teile des Südlibanons. - keystone

Die USA werden demnach bald internationale Partner kontaktieren, um bei der Übergabe zu helfen. Das Ziel sei es, dass die libanesische Regierung die Kontrolle in den Pilotzonen wiederherstellen soll.

Zwischen Israel und dem Libanon herrscht eine Waffenruhe, weitere Gespräche sind kommende Woche geplant. Beirut pocht auf den Abzug israelischer Truppen und droht, die Treffen platzen zu lassen.

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