Irans Revolutionsgarden: Strasse von Hormus geschlossen
Der Iran hat Warnschüsse auf ein Schiff in der Strasse von Hormus abgefeuert und die Meerenge geschlossen. Die USA greifen weitere Ziele an.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Iran verkündet die sofortige Sperrung der Strasse von Hormus.
- Zuvor wurden Warnschüsse auf ein Schiff in der Meerenge abgefeuert.
- Die Revolutionsgarden warnen die USA und drohen mit Angriffen.
Die Marine der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff in der Strasse von Hormus abgegeben und dieses gestoppt.
Das Schiff habe die Sicherheit in der Meerenge gefährdet, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Demnach hätten zuvor mehrere Schiffe versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren.

Infolge dieses Vorfalls werde die Strasse von Hormus bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben, hiess es in der Mitteilung weiter. Die Durchfahrt sei verboten.
Sollte der «Aggressor» neue Angriffe gegen den Iran starten, hiess es an die USA gewandt, werde man mit weiteren Angriffen auf «feindliche Stützpunkte» in der Region reagieren.
Iran droht mit weiteren Angriffen
Die US-Regierung äusserte sich zunächst nicht offiziell zu dem Vorfall. Ein US-Beamter bestätigte jedoch dem gut vernetzten Journalisten Barak Ravid, dass die Revolutionsgarden eine Rakete auf ein Handelsschiff abgefeuert hätten, das versucht habe, die Strasse von Hormus zu passieren. Das Schiff sei getroffen und schwer beschädigt worden.
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Attacke sei eine Reaktion auf einen Angriff der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff «GFS Galaxy» in der Strasse von Hormus, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.
Ein ziviles Besatzungsmitglied vermisst
Ein ziviles Besatzungsmitglied wird demnach vermisst. Das Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen.
Die Revolutionsgarden hätten zuvor erklärt, keine «ausländische Einmischung» bei der Festlegung von Schiffsrouten in der Strasse von Hormus dulden zu wollen, hiess es in der Mitteilung der IRGC-Marine weiter. Eine solche Einmischung würde ein entscheidendes Vorgehen von iranischer Seite nach sich ziehen.
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge seine jüngste Angriffswelle gegen den Iran beendet.












