Iran: «Haben nicht die Absicht, zu verhandeln»
Im Nahen Osten tobt der Krieg weiter. Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den der Iran abgelehnt und mit einem eigenen Vorschlag gekontert hat.

Das Wichtigste in Kürze
- Seit über einem Monat tobt im Nahen Osten ein Krieg.
- Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den Teheran gekontert hat.
- Im Ticker erfährst du alle neuen Entwicklungen.
Seit über einem Monat bekriegen sich die USA zusammen mit Israel und der Iran. Mehrere hohe Militärs und Politiker in Teheran wurden getötet. Der Iran greift auch die Golfstaaten an und blockiert die Strasse von Hormus. Das hat zu höheren Ölpreisen geführt.
Donald Trump hat zuletzt von einer Waffenruhe, Gesprächen und einem vorgelegten Friedensplan gesprochen. Doch der US-Präsident droht dem Iran auch mit verstärkten Angriffen.
Teheran dementiert, dass es Gespräche gibt. Der 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende wurde zurückgewiesen, dafür ein eigener 5-Punkte-Plan vorgelegt.
Im Ticker von Nau.ch verpasst du nichts Neues.
Fünf Raketenangriffe Irans auf Israel binnen zwei Stunden
08.51: Intensiver Raketenbeschuss Israels aus dem Iran: In fünf Wellen binnen rund zwei Stunden flogen am Morgen nach Militärangaben iranische Geschosse auf den jüdischen Staat.

In zahlreichen Gebieten Israels – darunter im Grossraum Tel Aviv, in Jerusalem sowie im Norden des Landes – gab es Raketenalarm.
Verletzte bei Einschlägen im Grossraum Tel Aviv
07.44: Bei neuen Raketenangriffen des Irans auf Israel am Morgen hat es nach Militärangaben mehrere Einschläge im Grossraum Tel Aviv gegeben.

Sechs Menschen seien in der arabisch geprägten Ortschaft Kfar Kassem östlich der Küstenmetropole verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit.
Iran schmettert Trumps 15-Punkte-Plan klar ab
07.37: Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat Trumps 15-Punkte-Plan eine klare Absage erteilt. «Wir haben nicht die Absicht, zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist», sagte er im iranischen Staatsfernsehen.

Dass die USA jetzt über Verhandlungen spreche, sei ein «Eingeständnis der Niederlage». «Derzeit ist es unsere Politik, weiter Widerstand zu leisten», betonte Araghtschi.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, dass man dem Iran einen Friedensplan vorgeschlagen habe.
Mehrheit der Amerikaner findet, Trump geht zu weit
03.10: Donald Trump versprach im Wahlkampf, keine neuen Kriege zu beginnen und die Lebenshaltungskosten zu senken. Der Iran-Krieg droht, gleich beide Versprechen zu brechen. Entsprechend gering ist dann auch der Rückhalt für den US-Präsidenten.
Gemäss einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP finden 59 Prozent der Amerikaner, Trump gehe im Nahen Osten zu weit. Bei den Demokraten sind es 90 Prozent, bei den Unabhängigen 60 Prozent. Selbst ein Viertel der Republikaner ist dieser Meinung, 20 Prozent aber finden, Trump sei nicht weit genug gegangen.

Vor allem die steigenden Benzinpreise sind für die Amerikaner, von denen sehr viele auf das Auto angewiesen sind, wichtig: 45 Prozent sagen, sie seien sehr besorgt, sich in den kommenden Monaten Sprit nicht mehr leisten zu können.
Die allgemeine Zustimmung für die Arbeit von Trump liegt wie auch im Vormonat bei 40 Prozent. Beim Thema Iran sind 35 Prozent mit dem US-Präsidenten zufrieden.











