Neue Präsidentin von Pro Senectute will Altersarmut eliminieren

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Bern,

Die baldige Präsidentin von Pro Senectute, Alenka Bonnard, hat sich die Eliminierung der Altersarmut zum Ziel gesetzt. «Dazu braucht es gezielte Lösungen, kein Giesskannenprinzip», sagte sie in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen vom Donnerstag.

Um Altersarmut in der Schweiz zu eliminieren, brauche es gezielte Lösungen und kein «Giesskannenprinzip», sagte Alenka Bonnard, antretende Präsidentin von Pro Senectute. (Archivbild)
Um Altersarmut in der Schweiz zu eliminieren, brauche es gezielte Lösungen und kein «Giesskannenprinzip», sagte Alenka Bonnard, antretende Präsidentin von Pro Senectute. (Archivbild) - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

In der Diskussion darum sei es ihr wichtig, dass die Generationen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sagte die 41-Jährige. Sich selbst sehe sie als «Brückenbauerin zwischen den Generationen».

Wie die Fach- und Dienstleistungsorganisation für ältere Menschen am Mittwoch bekanntgab, wird Alenka Bonnard ihr Amt am 1. April antreten. Dieses übernimmt Bonnard von alt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, die das Präsidium aufgrund der Amtszeitbeschränkung abgibt.

Auf die Frage, ob mit der 13. AHV-Rente das Problem Altersarmut nicht gelöst sei, antwortete Bonnard, dass Pro Senectute eine Stärkung der Ergänzungsleistungen als wirkungsvolleres Instrument dagegen betrachte. Eine 13. Rente lasse die finanziellen Sorgen von Armut betroffenen Seniorinnen und Senioren nicht verpuffen. «Mich persönlich stört, dass ein grosser Teil der Pensionierten keine 13. AHV-Rente bräuchte», sagte sie.

Für Bonnard könne mit einer Stärkung der Ergänzungsleistungen wirkungsvoller gegen die herrschende Altersarmut vorgegangen werden als mit der 13. Rente. Diese müssten schneller angepasst werden können, argumentierte die werdende Präsidentin.

Gerade im Falle der schnell steigenden Mieten in Städten wie Genf oder Zürich stelle das Empfängerinnen und Empfänger von Ergänzungsleistungspauschalen derzeit vor finanzielle Probleme. Bonnards Forderung würde den Bund mehr Geld kosten.

Statt politisch über die Erhöhung des Rentenalters zu debattieren, möchte Bonnard erst darüber sprechen, was ältere Menschen für die Gesellschaft – insbesondere bei der Betreuung – leisten würden. Die Arbeit, die Seniorinnen und Senioren dabei übernehmen, hätte einen grossen wirtschaftlichen Wert, der oft unterschätzt werde.

Kommentare

User #4919 (nicht angemeldet)

Gut, 1. Schritt: die AHV ist steuerbefreit.

User #4568 (nicht angemeldet)

Von Altersarmut sind 15 % betroffen, die holen sich die Ergänzungsleistungen ab. Warum genau soll 85 % vergebens beglückt werden? Nachher wollen sie wieder Erbschaften besteuern. Wie doof ist denn das?

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