Trump über Iran-Vorschlag: «Völlig inakzeptabel»

Der Iran und die USA haben sich erneut Gefechte in der Strasse von Hormus geliefert. Eine mögliche Einigung scheint fraglich.

hormus
Die Strasse von Hormus ist blockiert. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wackelt nach neuen Gefechten.
  • Donald Trump sprach von einer baldigen Einigung, die aber auch unsicher scheint.
  • Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker.

In den letzten Tagen sprach Donald Trump von einer baldigen Einigung mit dem Iran und einem Kriegsende. Teheran erhielt dafür eine einseitige Absichtserklärung, die nun geprüft wird.

Derweil finden in der Strasse von Hormus aber erneut Feuergefechte zwischen den beiden Seiten statt. Die USA haben unter iranischer Flagge fahrende Tanker beschossen. Auch mehrere Golfstaaten vermelden wieder Angriffe aus dem Iran.

Ist eine Einigung zwischen den USA und Iran realistisch?

Zwischen Israel und dem Libanon herrscht eine Feuerpause – wenn auch eine brüchige. Beide Seiten werfen sich Verstösse gegen das Abkommen vor. Weitere Verhandlungen über ein Kriegsende sind vorgesehen.

Alles Wichtige liest du hier im Ticker von Nau.ch:

Trump über Iran-Vorschlag: «Völlig inakzeptabel»

22.32: US-Präsident Donald Trump hält die Antwort des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges für «völlig inakzeptabel».

Antwort Trump
Trump hält die Antwort des Irans für völlig inakzeptabel. - Truth Social

«Ich habe gerade die Antwort der sogenannten «Vertreter» des Iran gelesen. Das gefällt mir nicht – VÖLLIG INAKZEPTABEL«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Details zu dem Vorschlag gab es nicht.

Bereits Stunden zuvor hatte er in einem anderen Beitrag Teheran gedroht. «Die werden nicht mehr lange lachen!», hiess es.

US-Senator: US-Munitionsvorräte stark aufgebraucht

22.23: Die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs sind nach Worten eines US-Senators stark aufgezehrt.

Es sei «schockierend ist, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben», sagte Mark Kelly in der CBS-Sendung «Face The Nation» und fügte an, dass US-Präsident Donald Trump die USA in einen Krieg «ohne strategisches Ziel, ohne Plan, ohne Zeitplan» hineingezogen habe.

Iran-Krieg ist für Netanjahu noch nicht beendet

20.05: Der Iran-Krieg ist nach Ansicht des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch nicht beendet.

Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel
Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel. - keystone

«Er ist noch nicht vorbei, denn es gibt immer noch Nuklearmaterial, angereichertes Uran, das aus dem Iran entfernt werden muss», sagte er in der CBS-Sendung «60 Minutes» laut vorab veröffentlichter Vorschau.

Trump: Bekommen iranisches Uran «irgendwann»

17.20: US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Vereinigten Staaten «irgendwann» das angereicherte Uran des Irans sichern würden.

«Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen», sagte er in einem Interview der Sendung «Full Measure». Das Material stehe «unter Beobachtung» der USA, behauptete Trump weiter. «Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen.»

Katar an Iran: Strasse von Hormus darf kein Druckmittel sein

15.27: Katar hat den Iran davor gewarnt, die Strasse von Hormus als Druckmittel in den laufenden Verhandlungen mit den USA zu nutzen.

Die Krise werde sich nur verschärfen, wenn Teheran die Meerenge als «Druckmittel» einsetze, sagte Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman dem iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi nach Angaben aus Doha in einem Telefonat.

Die Freiheit der Schifffahrt sei als Prinzip «nicht verhandelbar», sagte Katars Ministerpräsident dem katarischen Aussenministerium zufolge.

Iran: Antwort auf US-Vorschlag an Pakistan übermittelt

15.18: Der Iran hat eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Zum genauen Inhalt wurde nichts mitgeteilt.

Gemäss dem vorgeschlagenen Plan würden sich die Verhandlungen in dieser Phase auf die Beendigung des Krieges in der Region konzentrieren, hiess es lediglich.

Israel schiebt zwei Gaza-Aktivisten ab

08.55: Israel hat zwei Aktivisten abgeschoben, die nach dem Stopp der Gaza-Hilfsflotte nach Israel gebracht worden waren.

Dies sei geschehen, nachdem die Ermittlungen gegen den Spanier Saif Abu Keschek und den Brasilianer Thiago Ávila abgeschlossen worden seien, teilte ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums auf der Plattform X mit.

Thiago Ávila
Der brasilianische Aktivist Thiago Ávila. - keystone

Ihnen wurde Provokation vorgeworfen. Israel werde «keinen Verstoss gegen die rechtmässige Seeblockade des Gazastreifens zulassen». Weitere Details zur Abschiebung wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Iran droht mit Hormus-Blockade «für immer»

03.00: Die USA fordert in einer UN-Resolution die Absicherung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus. Der Iran warnt die Golfstaaten davor, diese zu unterstützen, und droht.

Iran
Die Strasse von Hormus ist seit Wochen blockiert. - keystone

So schreibt Parlamentssprecher Ebrahim Azizi auf X: Sich auf die Seite der US-Resolution zu stellen, bringe «ernste Konsequenzen». Die Strasse von Hormus sei eine bedeutende Handelsroute. «Riskiert es nicht, dass sie für euch für immer geschlossen bleibt.»

Kommentare

User #2502 (nicht angemeldet)

Auch völlig inakzeptabel dieser Clown und Bibi.

User #2492 (nicht angemeldet)

Interessant, wie der "schwache Iran" den vermeintlichen Weltleader an der Leine herumführt!

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a
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