Irans Vizeminister droht Frankreich und Grossbritannien

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Iran,

Nach einer Drohung Irans gegen französische und britische Militärpräsenz in der Strasse von Hormus beschwichtigt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. - keystone

Von einem französischen oder französisch-britischen Einsatz sei nie die Rede gewesen, sagte Macron am Sonntag während einer Reise in Nairobi vor Pressevertretern.

Er habe Anweisungen erteilt, den Flugzeugträger «Charles de Gaulle» und Begleitschiffe näher an die Strasse von Hormus zu verlegen. Jede Blockade müsse beendet werden, aber Frankreich gehe es um eine internationale Mission in Absprache mit dem Iran, um die Schifffahrt durch die Meeresenge sicherzustellen, sobald die Bedingungen dies zuliessen.

Zuvor hatte Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi gedroht. Die Präsenz französischer oder britischer Schiffe in der Strasse von Hormus zur Kooperation mit Massnahmen der USA werde mit «einer entschlossenen und sofortigen Antwort der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran» beantwortet, schrieb Kasem Gharibabadi auf X. Dies gelte auch für jedes andere Land.

Die Strasse von Hormus sei kein Gemeingut überregionaler Mächte. Iran habe als Küstenanrainer ein Recht, Souveränität in der Meerenge auszuüben, schrieb Gharibabadi.

Auch Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai wies jegliche Einmischung zurück: Die Sicherheit der Region müsse von regionalen Akteuren gewährleistet werden. Der Iran wende sich damit gegen Einmischung jedweder Akteure.

Unter der Führung Frankreichs und Grossbritanniens bereitet ein internationales Bündnis eine mögliche Marinemission nach einem Ende der Kampfhandlungen vor. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte am Mittwoch den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian aufgefordert, den Weg für eine neutrale Marinemission in der Strasse von Hormus freizumachen. Diese werde sich naturgemäss von den Kriegsparteien abgrenzen.

Paris hatte am Mittwoch erklärt, in Vorbereitung der neutralen Marinemission in der Strasse von Hormus seinen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» und dessen Begleitschiffe näher an die Meerenge zu verlegen. Grossbritannien erklärte am Samstag, einen Zerstörer entsandt zu haben. Deutschland erwägt, sich mit Minenjagdbooten, einer Führungs- und Versorgungsplattform sowie seegestützter Aufklärung zu beteiligen.

Der wichtige Schifffahrtsweg durch die Meerenge von Hormus wird seit Wochen vom Iran blockiert. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind erheblich. Die USA haben ihrerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängt.

Kommentare

User #1341 (nicht angemeldet)

Sie stellen nicht Trump in Frage sondern Ihre Geldbörse!

User #6340 (nicht angemeldet)

Solange die USA (inkl. S, UK, F, E etc.) Schiffe auf hoher See kapern dürfen, solange haben die Iraner sicherlich das Recht über die Strasse von Hormus zu befinden. Oder ist das jetzt was anderes?

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