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Internet im Iran bleibt gestört

Keystone-SDA
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Iran,

Das Internet im Iran bleibt auch mehr als zwei Wochen nach Beginn der Kommunikationsblockade weiter gestört. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten am Montag rund 30 Prozent des üblichen Webtraffics im Vergleich zur Zeit vor der Sperre.

ARCHIV - Ein iranischer VPN-Dienst erscheint auf einem Handy-Bildschirm. Foto: -/dpa
ARCHIV - Ein iranischer VPN-Dienst erscheint auf einem Handy-Bildschirm. Foto: -/dpa - Keystone/dpa/-

Immer mehr Menschen im Land gelingt es auch, mit sogenannten Tunneldiensten (VPN) wieder Verbindung mit der Welt aufzunehmen. Einige Apps und Webseiten wurden entsperrt, wie Bewohner aus den iranischen Grossstädten berichteten.

Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb am Montag hingegen noch, dass der Blackout seit 18 Tagen andauere. Er verdecke weiterhin das Ausmass des tödlichen Vorgehens des Staates gegen die Zivilbevölkerung.

Irans Sicherheitsapparat hatte die Massnahme am Abend des 8. Januar verhängt, als Menschenmassen gegen die autoritäre Regierung auf die Strassen zogen. In zwei Nächten liess die Staatsführung die Proteste brutal niederschlagen. Nach Informationen des US-Magazins «Time» könnten bis zu 30.000 Menschen getötet worden sein. Das Magazin beruft sich auf zwei ranghohe Beamte des iranischen Gesundheitsministeriums.

Die Internetsperre habe Diskussionen innerhalb des Machtapparats ausgelöst, hiess es in einer Analyse des Critical Threats Project (CTP). Demnach fürchten einige Fraktionen, eine Aufhebung der Internetsperre könnte neue Proteste entfachen. Andere wiederum sehen in den wirtschaftlichen Folgen der Blockade selbst einen möglichen Auslöser für weitere Demonstrationen.

Der Präsident der iranischen Industrie- und Handelskammer warnte jüngst vor unvorhersehbaren Folgen für die Wirtschaft. Mehr als 400.000 Unternehmen seien in ihrer Existenz bedroht, sagte Gholamhossein Schafei dem Onlineportal «Asre-Eghtesad». Halte die Internetsperre an, stehe der Lebensunterhalt von rund neun Millionen Beschäftigten auf dem Spiel.

Kommentare

User #3965 (nicht angemeldet)

Im Iran bleiben auch die Machthaber (Mullas) weiterhin gestört. Ein Ende dieser Störung ist nicht absehbar.

User #784 (nicht angemeldet)

Und ja, ja und? Nicht Schweiz Problem, die Schweiz hat genug Probleme, uns viel Probleme, Bern. Egal, Demokratie, Neutra- lität, egal so problematische Staat, zb. Züri Hilfssheriff, wirklich tägl. Allerhand uns Bewohner Privatleben stören; weiss auch EU. Job, Lohn noch haben, statt mal "endlich" Fristlos, abfahre mal.

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