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Internet trotz Waffenruhe im Iran weiter gesperrt

Keystone-SDA
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Iran,

Die Bevölkerung im Iran bleibt auch nach Verkündung der Waffenruhe weiter vom Internet abgeschnitten.

Teheran
Menschen spazieren am 22. März 2026 am Ufer des künstlichen Sees «Persian Gulf Martyrs» im Westen Teherans, Iran. (Symbolbild) - keystone

«Die Zensurmassnahme aus Kriegszeiten hält weiterhin an, obwohl sowohl die Regierungen der USA als auch Irans jeweils den Sieg für sich beanspruchen», schrieb die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X. Die iranische Bevölkerung werde derweil erneut im Dunkeln gelassen, hiess es dort.

Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte «weisse SIM-Karten», die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auch auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.

Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Viele Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, Tiktok und Youtube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Grossteil der Nutzer zum Alltag. Die Verbindungen sind dann jedoch oft langsam und unzuverlässig.

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