Maduro muss Zelle angeblich mit 18 Häftlingen teilen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Venezuela,

Laut seinem Sohn sitzt Nicólas Maduro in einer grossen Gemeinschaftszelle. Der Angriff der USA auf Caracas sei unerwartet gekommen.

Nicolás Maduro
Nicolás Maduro sitzt in einem Gefängnis in New York. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nicólas Maduro muss sich die Zelle angeblich mit 18 Häftlingen teilen.
  • Laut seinem Sohn sass auch der Rapper Tekashi 6ix9ine kurzzeitig dort.
  • Der Sohn dementiert die Vorwürfe gegen seinen Vater.

Der in den USA inhaftierte frühere Machthaber Venezuelas, Nicolás Maduro, muss sich nach Aussagen seines Sohnes eine Gefängniszelle mit 18 weiteren Häftlingen teilen. In der Gemeinschaftszelle in einem New Yorker Gefängnis sei auch der US-Rapper Tekashi 6ix9ine nach Bewährungsverstössen kurzzeitig untergebracht gewesen. Dies sagte Nicolás Maduro Guerra, der einzige Sohn Maduros, in einem «Spiegel»-Interview.

Der venezolanische Staatschef und seine Ehefrau waren Anfang Januar von US-Truppen in der Hauptstadt Caracas festgenommen und nach New York ausgeflogen worden. Dort sind sie unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» angeklagt.

Nicolás Maduro Guerra
Nicolás Maduro Guerra verteidigt seinen Vater. - keystone

Maduro bestreitet, sein Amt dazu genutzt zu haben, den Schmuggel von Tausenden Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen. «Meine Familie hat mit Drogen oder Terroristen nichts zu tun. Das alles ist ein politischer Prozess», sagte auch sein 35-jähriger Sohn, der als «Nicolasito» bekannt ist.

Maduro-Sohn: Venezuela hat weiterhin ein sozialistisches Staatsmodell

Trotz der zunehmenden Spannungen mit der Regierung von Präsident Donald Trump, die es vor dem US-Angriff am 3. Januar gegeben hatte, sei der Militäreinsatz für die Maduro-Familie und für die venezolanische Regierung unerwartet gewesen. «Wir haben nicht damit gerechnet, dass sie Caracas angreifen würden», sagte der Sohn des entmachteten Präsidenten. Zugleich habe Venezuela seine eigenen Stärken überschätzt und nicht genug getan, um seinen Vater zu beschützen.

Maduros Sohn wies Trumps Darstellung zurück, wonach die USA nach der Gefangennahme Maduros faktisch die Regierungsgeschäfte in Venezuela übernommen hätten. «Alles, was zurzeit passiert, ist unsere eigene Initiative: das Amnestiegesetz, die Öffnung des Ölsektors», sagte Maduro Guerra.

Venezuela habe weiterhin ein sozialistisches Staatsmodell, müsse aber nun Zugeständnisse machen. Derzeit führt die ehemalige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die Regierungsgeschäfte in Caracas.

Kommentare

User #2056 (nicht angemeldet)

Ich schätze mal in Venezuela wird das in den Gefängnissen nicht anderst sein. Eventuell doch wohl schlimer

User #6120 (nicht angemeldet)

Mein Mitleid mit Drogenbossen, die aktuell in US-Gefängnissen einsitzen müssen, hält sich in Grenzen

Weiterlesen

17 Interaktionen
Berlin
Maduro
2'196 Interaktionen
In New York
Delcy Rodriguez
4 Interaktionen
Caracas/Washington

MEHR IN NEWS

df
1 Interaktionen
Versailles
reinach
23 Interaktionen
Kritik
asfdsf
Schock-Fund in Polen
Polizei Niederlande
2 Interaktionen
Amsterdam

MEHR AUS VENEZUELA

Venezuela Delcy Rodriguez
8 Interaktionen
An die USA
Venezuela Delcy Rodriguez
9 Interaktionen
In Milliarden-Höhe
Uran
6 Interaktionen
Caracas
Delcy Rodriguez
5 Interaktionen
Washington/Caracas