Stiftung: Zustand von Nobelpreisträgerin Mohammadi verschlechtert
Der Gesundheitszustand der iranischen Nobelpreisträgerin Narges Mohammadi hat sich nach Angaben ihrer Stiftung erheblich verschlechtert. Jüngste Befunde zeigten ein klares Fortschreiten ihrer Gefässerkrankung, hiess es.

Mohammadis Ärzteteam habe zudem bekanntgegeben, dass ein zentraler Teil ihres Nervensystems, der für die Blutdruckregulation zuständig ist, funktionell geschädigt wurde. Die 54‐Jährige befinde sich derzeit in einer kardiologischen Station für weitere Behandlung.
Die Stiftung gab weiter an, ihr Ärzteteam habe betont, Mohammadi sei nicht in der Lage, weiteren Belastungen im Gefängnis standzuhalten.
Die Nobelpreisträgerin war am Sonntag aus der Stadt Sandschan, wo sie inhaftiert ist, in ein Spital in Teheran verlegt worden.
Mohammadi war 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Anfang Februar wurde sie nach Angaben ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft wegen «Verschwörung» und «propagandistischer Aktivitäten» verurteilt; zudem gilt ein zweijähriges Ausreiseverbot.










