Die neue Sprecherin der Grünen Jugend, Sarah-Lee Heinrich, erhält wegen umstrittener früherer Twitter-Äusserungen Morddrohungen - und meidet vorübergehend die Öffentlichkeit.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Heinrich meidet vorerst die Öffentlichkeit.

«Sarah-Lee Heinrich erhält gerade massenhaft Morddrohungen», erklärte die Grüne Jugend am Montag auf Anfrage. «Sie wird sich daher erst in den nächsten Tagen äussern und das Geschehen einordnen ? vorerst geht die Sicherheit von Sarah-Lee Heinrich und ihrem Umfeld vor Interviews.»

In der Diskussion geht es um frühere Tweets von Heinrich, die sie im Alter von etwa 14 veröffentlicht hatte. Sie hatte damals unter anderem den Begriff «eklig weisse-Mehrheitsgesellschaft» verwendet. Die damaligen Einträge wurden am Wochenende offenbar von politischen Gegnern erneut verbreitet und lösten Kritik aus.

Am Sonntag distanzierte sich Heinrich von ihren damaligen Äusserungen. Sie sei auf einen Tweet aufmerksam gemacht worden, in dem ihr Account im Jahr 2015 «Heil» unter einen Tweet mit Hakenkreuz kommentiert habe. Sie könne sich zwar nicht erinnern, einen solchen Tweet abgesetzt zu haben. Das mache es aber nicht besser.

«Das war maximal dumm und unangebracht», schrieb sie ebenfalls auf Twitter. «Ich bin Teil einer antifaschistischen Jugendorganisation. Dieser Tweet spiegelt in keiner Weise meine Position wieder. Es tut mir wirklich leid einen solchen Tweet jemals abgesetzt zu haben.»

Heinrich war erst am Wochenende zur neuen Chefin der Grünen Jugend gewählt worden, Ko-Vorsitzender wurde Timon Dzienus.

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