Wim Wenders

    Wim Wenders: Wir sind das Gegengewicht zur Politik

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Regisseur Wim Wenders (80), Jurypräsident der Berlinale, sieht das Kino als Gegengewicht zur Politik. «Wir müssen uns aus der Politik heraushalten», sagte Wenders («Perfect Days», «Paris Texas») zum Start der Berlinale.

    Wim Wenders
    Der deutsche Regisseur Wim Wenders. (Archivbild) - keystone

    Denn «wenn wir Filme machen, die dezidiert politisch sind, begeben wir uns auf das Feld der Politik – doch wir sind das Gegengewicht zur Politik».

    Er führte aus: «Wir müssen die Arbeit der Menschen machen und nicht die Arbeit der Politiker». Wenders reagierte damit bei einer Pressekonferenz auf eine Frage zur Positionierung der Jury im Nahostkonflikt. Die Berlinale sollte am Donnerstagabend eröffnet werden und läuft bis zum 22. Februar.

    Wenn man Nachrichten sehe, verstehe man noch nichts, führte Wenders aus. «Aber man weiss so viel mehr, wenn man aus dem Kino kommt und eine Person in ihrer Situation sieht, ihr Leiden erlebt und sieht, wie sie lieber leben möchte».

    Das Kino habe die unglaubliche Kraft, Mitgefühl und Empathie zu wecken. Wenders sagte: «Die Nachrichten sind nicht empathisch. Die Politik ist nicht empathisch, aber Filme sind es. Und das ist unsere Pflicht». Filme können seiner Ansicht nach die Welt verändern, wenn auch nicht auf politische Weise.

    Kein Film, so Wenders, habe jemals wirklich die Idee eines Politikers verändert. «Aber (...) wir können die Vorstellung der Menschen davon verändern, wie sie leben sollten. Und es gibt auf diesem Planeten eine grosse Diskrepanz zwischen Menschen, die ihr Leben leben wollen, und Regierungen, die andere Ziele haben. Ich denke, Filme greifen diese Diskrepanz auf, hoffentlich.»

    Wenders leitet in diesem Jahr die Internationale Jury, die entscheidet, wer den Goldenen Bären bekommt. Dieses Jahr gehen 22 Filme ins Rennen um die Auszeichnung.

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    Kommentare

    User #1360 (nicht angemeldet)

    Wäre froh hätten wir auch Sportler die so etwas über Sport und Politik sagen würden. Leider sehe ich hier keinen Einzigen der für sowas einstehen würde.

    User #5709 (nicht angemeldet)

    Das ist doch genau das Problem!

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