Israel legt Iranern Kontaktaufnahme für Zusammenarbeit nahe
Israels Armee hat den Bürgern des verfeindeten Iran nahegelegt, das israelische Militär oder den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad für eine Zusammenarbeit zu kontaktieren.

Iraner könnten sich dafür mit den israelischen Behörden in Verbindung setzen, hiess es in einer auf Persisch auf der Plattform X veröffentlichten Stellungnahme. Israels Armee listet zu dem Zweck auch offizielle Social-Media-Accounts auf.
Es ist nicht das erste Mal, dass Israel Iraner zur Zusammenarbeit aufruft. Im Juni 2025 riet die israelische Armee während eines Kriegs mit dem Iran den laut ihren Angaben besorgten Iranern, den Mossad zu kontaktieren, um auf diese Weise womöglich ihre «Situation zu verbessern». Damals hatte Israel zwölf Tage lang gemeinsam mit den USA Ziele im Iran aus der Luft bombardiert, darunter Atomanlagen. Irans Streitkräfte feuerten ballistische Raketen auf Israel.
Derzeit gibt es die Sorge vor einem möglichen neuen militärischen Konflikt, sollten die kürzlich wieder angelaufenen Verhandlungen zwischen Teheran und Washington erfolglos bleiben. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump Israels Sicherheitsbedürfnisse betont. Israel warnt vor einem Abkommen mit dem Iran, das sich nur auf das Atomprogramm der Islamischen Republik beschränkt. Der jüdische Staat fordert, dass der Erzfeind auch das Arsenal ballistischer Raketen und die Unterstützung seiner Verbündeten in der Region herunterfährt.
Eine dramatische Wirtschaftskrise hatte Anfang des Jahres im Iran zu landesweiten Protesten geführt. Sicherheitskräfte schlugen sie brutal nieder. Aktivisten haben laut eigenen Angaben verlässliche Informationen über Tausende Tote.






