Im April findet in Frankreich die Präsidentschaftswahl statt. Der extrem rechte Publizist Éric Zemmour tritt dabei an.
Eric Zemmour (M), rechtsextremer Journalist aus Frankreich, macht ein Foto mit einem Fan bei einem Besuch der Kathedrale von Marseille. Foto: Daniel Cole/AP/dpa
Eric Zemmour (M), rechtsextremer Journalist aus Frankreich, macht ein Foto mit einem Fan bei einem Besuch der Kathedrale von Marseille. Foto: Daniel Cole/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Daniel Cole

Das Wichtigste in Kürze

  • Éric Zemmour erklärte sich am Dienstag in einer Videobotschaft zum Kandidaten.
  • In den letzten Monaten lag er in Umfragen zeitweise auf Platz zwei hinter Emmanuel Macron.

Für die französische Präsidentschaftswahl im April hat der extrem rechte Publizist Éric Zemmour seine Kandidatur erklärt. Zemmour, der in den vergangenen Monaten in Wahlumfragen zeitweise sogar auf Platz zwei hinter Präsident Emmanuel Macron rangiert hatte, erklärte sich am Dienstag in einer Videobotschaft zum Kandidaten.

Frankreich sei nicht mehr Frankreich, es gebe ein Gefühl der Enteignung und man müsse sich gegen einen Austausch der Bevölkerung wehren, sagte der umstrittene Populist. Zemmour (63) kritisierte ausserdem die EU und forderte, Migranten müssten sich in Frankreich anpassen.

Zemmour gehört keiner Partei an und macht mit seiner Kandidatur der Rechtspopulistin Marine Le Pen Konkurrenz, die für das Rassemblement National antritt. Inzwischen liegt Le Pen in den Wahlumfragen wieder vor Zemmour, der zuletzt bei einem Besuch in Marseille von einer protestierenden Menschenmenge empfangen worden war. Zemmour wurde mehrfach wegen rassistischer Äusserungen verurteilt.

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