Die FDP in Schleswig-Holstein bietet der CDU offiziell Verhandlungen über eine gemeinsame Koalition an. Die Delegierten des Landeshauptausschusses, einer Art kleiner Parteitag, beschlossen am Sonntag in Neumünster einstimmig, nach den gescheiterten Sondierungen für eine Neuauflage der Jamaika-Koalition Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ein entsprechendes Angebot zu machen.
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU)
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Landeschef Garg sieht grosse Schnittmengen.

«Die inhaltlichen Schnittmengen zwischen FDP und CDU sind äusserst gross», erklärte FDP-Landeschef Heiner Garg. Beide Parteien wollten auf der erfolgreichen Jamaika-Politik aufbauen und das Land weiter voranbringen. «Die Grünen wollen dagegen einen Politikwechsel», betonte Garg. Es brauche «eine stabile Regierung, die auf Fortschritt und Vernunft setzt». «Die CDU muss sich nun entscheiden, wo die Fahrt hingehen soll», erklärte der FDP-Landeschef.

Die CDU entscheidet am Montag über ihr weiteres Vorgehen. Der Landesvorstand berät darüber, ob die Partei die Grünen oder die FDP zu Verhandlungen über eine Regierungsbildung einlädt.

Die CDU setzte zunächst auf ein Dreierbündnis mit beiden Parteien, das seit 2017 gemeinsam regierte. Diesem Plan erteilten die Grünen in der vergangenen Woche jedoch eine Absage. Nach dem Scheitern der Jamaika-Option kündigte die CDU-Spitze an, sich nun zwischen Grünen und FDP zu entscheiden. In Schleswig-Holstein wurde am 8. Mai gewählt. Die CDU wurde mit Abstand stärkste Kraft.

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