Zürcher Gemeinderat will günstigen Tierarzt für Mittellose
Der Zürcher Gemeinderat hat am Mittwoch die Idee einer städtischen Tierarztpraxis vorläufig unterstützt. Ärmere Einwohnerinnen und Einwohner sollen dort ihre Lieblinge versorgen lassen können. Vorbild ist die Schulzahnklinik.

Die Einzelinitiative holte 60 Stimmen – mindestens nötig waren 42. Das Anliegen geht nun an den Stadtrat. Dieser wird innerhalb von 1,5 Jahren eine Weisung ausarbeiten, die dann erneut ins Parlament kommt.
Zürich habe mit den Schulzahnkliniken gezeigt, dass faire und solidarische Gesundheitsangebote möglich seien, schreibt SP-Gemeinderatskandidatin Vera Çelik in ihrem Vorstoss.
Nun soll es dieses Konzept auch für vierbeinige Patientinnen und Patienten geben. Niemand solle sein Tier aus finanziellen Gründen leiden lassen oder abgeben müssen, so Çelik. Eine inhaltliche Diskussion führte das Parlament noch nicht. Diese folgt erst, wenn die Vorlage des Stadtrats behandelt wird.
Bisher gibt es in Zürich erst das Projekt «Gassentierarzt» der Sozialwerke Pfarrer Sieber. Dabei handelt es sich um ein mobiles Tierarzt-Angebot in einem umgebauten Bus. Es richtet sich an Obdachlose und andere mittellose Tierhaltende.
Im vergangenen Jahr wurden beim «Gassentierarzt» 1300 Konsultationen durchgeführt, vorwiegend an Hunden.






