Basel-Stadt plant Brandschutz-Massnahmenpaket zur Fasnacht
Nach der Katastrophe von Crans-Montana VS plant der Kanton Basel-Stadt gemeinsam mit der Gebäudeversicherung ein Brandschutz-Massnahmenpaket für die Fasnacht 2026. Es soll in zwei Wochen vorgestellt werden, wie Regierungsrat Mustafa Atici (SP) am Mittwoch sagte.

Im Hinblick auf den Basler Grossanlass im Februar liegt der Fokus auf dem Brandschutz in den Cliquenkellern und anderen Fasnachtslokalen.
Der Kanton werde «die bisherige Praxis überprüfen», sagte Atici vor dem Grossen Rat. Er beantwortete dabei für seine abwesende Kollegin Tanja Soland eine Interpellation von Lorenz Amiet (SVP).
Für die Cliquenkeller gelten punkto Brandschutz-Inspektion dieselben Regeln wie für andere stark belegte Räume.
Die Gebäudeversicherung des Kantons führt bei Räumen mit Platz für 300 Personen und mehr periodische Kontrollgänge alle fünf bis sechs Jahre durch, wie der Regierungsrat erklärte.
Bei Räumen mit geringerer Belegung findet die Kontrolle bei der Abnahme und der Bewilligungserteilung statt. Die Gebietsverantwortlichen können aber jederzeit zusätzliche Kontrollen durchführen.
Der Interpellant Amiet sagte, er sei froh, dass drei Arbeitstage nach dem verheerenden Brand bei der Basler Regierung ein Bewusstsein für die Problematik vorhanden sei.
Erstaunt sei er aber, dass bei Räumen mit weniger als 300 Personen keine periodischen Kontrollen vorgesehen sind.
Beim Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana starben in der Neujahrsnacht 40 Menschen, 116 weitere wurden verletzt.










