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    EU zeigt sich besorgt über Berichte zu möglicher Sabotage im Iran

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    In der Atomanlage Natans kam es am Sonntag zu einem Zwischenfall. Damit sollte die Verhandlungen des internationalen Atomabkommen sabotiert werden.

    Mohammed Dschawad Sarif
    Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif. (Archivbild) - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der iranischen Atomanlage Natans ereignete sich am Sonntag ein Zwischenfall.
    • Laut der iranischen Regierung handelt es sich dabei um einen Terrorakt von Israel.
    • Das Land solle die Verhandlungen über das internationale Atomabkommen sabotieren wollen.
    • Die EU will nun klären, wer dahinterstecke, um ein erfolgreiches Abkommen zu erreichen.

    Die EU hat sich besorgt über den mutmasslichen Angriff auf die Atomanlage Natans im Zentraliran gezeigt. Jeder Versuch, die derzeitigen Bemühungen um eine Wiederbelebung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran zu stören, sei zurückzuweisen.

    Dies sagte ein Sprecher des EU-Aussenbeauftragten Josep Borrell am Montag in Brüssel.Es müsse nun gründlich geklärt werden, was passiert sei und wer dahinterstecke.

    In der iranischen Atomanlage Natans war es in der Nacht zum Sonntag zu einem Zwischenfall gekommen. Die nach Angaben der iranischen Atomorganisation AEOI.

    Atomanlage Natans
    Das Satellitenfoto von Planet Labs Inc. zeigt die iranische Nuklearanlage Natans am 07.04.2021. - Keystone

    Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif sprach danach von einem Terrorakt und machte Israel dafür verantwortlich. Nach iranischer Auffassung wollte das Land damit die laufenden Verhandlungen über eine Rettung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran sabotieren.

    In den Gesprächen wird derzeit versucht, eine Wiedereinbindung der USA in das Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe zu ermöglichen. Die USA müssten dafür unter dem früheren Präsidenten Donald Trump wiedereingeführte Sanktionen gegen den Iran aufheben. Der Iran müsste im Gegenzug sein Nuklearprogramm wieder einschränken.

    Israel lehnt das Abkommen ab

    Das Atomabkommen hatte zuletzt vor dem Aus gestanden, weil die USA unter Trump einseitig aus dem Abkommen ausgestiegen waren. Und Sanktionen wieder eingeführt hatten. Der Iran reagierte darauf, indem er nach einer einjährigen Wartezeit mehr und mehr Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht mehr einhielt.

    Das Abkommen soll den Iran am Bau von Kernwaffen hindern, ihm aber die zivile Nutzung der Kernkraft ermöglichen. Israel lehnt das Abkommen ab, weil es dieses für nicht weitreichend genug hält und sich vom Iran bedroht fühlt.

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