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    EU verschärft Sanktionen gegen Belarus

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    Belgien,

    Es scheint kein Ende zu nehmen. Der Konflikt zwischen Belarus und der EU geht weiter – mit neuen Sanktionen für Lukaschenko und seine Regierung.

    Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko
    Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko - POOL/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die EU hat neue Sanktionen gegen Belarus beschlossen.
    • Neu wird die Visa-Vergabe für Verantwortliche erschwert.
    • Bereits am Mittwoch könnten weitere Verschärfungen beschlossen werden.

    Im Flüchtlingsstreit mit Belarus verschärft die Europäische Union die Sanktionen: Die Mitgliedstaaten beschlossen, die Visa-Vergabe an Verantwortliche deutlich zu erschweren. Dies teilt der slowenische Innenminister Ales Hojis am Dienstag in Brüssel mit.

    Die Entscheidung sei «eine Antwort auf den anhaltenden hybriden Angriff durch das belarussische Regime.» So betonte Hojis, dessen Land noch bis Jahresende den rotierenden Vorsitz der Mitgliedstaaten hat.

    Unter einem «hybriden Angriff» wird unter anderem ein Angriff mit Verschleierungstaktik verstanden. Die Angreifer agieren anonym oder negieren ihre Verantwortung. Die EU wirft Belarus vor, gezielt tausende Migranten aus dem Nahen Osten an die Grenzen zu schleusen.

    Lage an Grenze verschärft

    Zuletzt hatte sich die Lage an der Grenze zu Polen deutlich verschärft. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte deshalb am Montag einen neuen Sanktionsbeschluss gefordert.

    Grenze Belarus
    Migranten werden nach dem Grenzübertritt von Belarus nach Polen festgehalten. Polen wirft Belarus und Russland vor, mit den Migranten gezielt die EU zu destabilisieren. (Archivbild) - keystone

    Die EU-Kommission hatte die erweiterten Sanktionen bereits Ende September beantragt. Nach Brüsseler Angaben betrifft die erschwerte Visa-Vergabe Regierungsmitarbeiter und Inhaber diplomatischer Pässe und nicht die breite belarussische Bevölkerung.

    Weitere Sanktionen möglich

    Bereits am Mittwoch könnten die Botschafter der 27 Mitgliedstaaten in Brüssel eine weitere Verschärfung der Strafmassnahmen auf den Weg bringen. Dabei geht es um das neue Kriterium der Instrumentalisierung von Flüchtlingen und der Menschenschlepperei. Darunter könnte dann in den kommenden Wochen ein weiterer Sanktionsbeschluss fallen. Deutschland hatte vorgeschlagen, etwa Airlines von Drittstaaten oder Reisebüros zu für Sanktionen zu listen, die sich an der Menschenschlepperei beteiligen.

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