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    EU verhängt Sanktionen gegen israelische Siedler

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Die EU hat die angekündigten Sanktionen wegen der Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland verhängt. Die Massnahmen treffen vier Organisationen und drei Einzelpersonen, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten in Brüssel mitteilte. Ihnen werden schwere und systematische Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser im Westjordanland vorgeworfen.

    EU-Flagge
    Eine EU-Falgge. - keystone

    Mit dem Sanktionsbeschluss setzte die EU eine politische Grundsatzvereinbarung von einem Aussenministertreffen am 11. Mai um. Er hat zur Folge, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gelten zusätzlich ein EU-Einreise- und Durchreiseverbot.

    Zu den Sanktionierten zählen etwa die Siedlungsbewegung Nachala und ihre Direktorin Daniella Weiss. «Durch ihre Aktivitäten spielt Nachala eine entscheidende Rolle bei der Erleichterung und Förderung von Zwangsmassnahmen, die zur Vertreibung von Palästinensern führen und ihr Eigentumsrecht, ihr Recht auf Privat- und Familienleben und ihr Recht auf Selbstbestimmung sowie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit verletzen», heisst es in der Begründung im Amtsblatt der EU. Von Nachalas Aussenposten gehe fortdauernd Gewalt durch Siedler aus. Mehrere Aussenposten seien auf Land in palästinensischem Privatbesitz errichtet worden.

    Mit den Sanktionen will die EU ein klares Zeichen gegen die Gewalt von Siedlern setzen. Seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser und deren Eigentum im besetzten Westjordanland deutlich zugenommen. In israelischen Medien ist dabei zunehmend von «jüdischem Terror» die Rede.

    Die EU sieht zudem sowohl die Angriffe gegen Palästinenser als auch den Siedlungsbau im Westjordanland als Hindernisse für internationale Bemühungen um eine langfristige Friedenslösung im Nahost-Konflikt. Experten stufen die Siedlergewalt auch als Teil einer Strategie der rechtsreligiösen Regierung in Israel ein, mit dem Ziel einer Vertreibung von Palästinensern im besetzten Westjordanland, um dort längerfristig eine weitere Landnahme zu ermöglichen.

    Die EU hatte erstmals 2024 Sanktionen wegen Siedlergewalt verhängt. Zuletzt wurden weitere geplante Massnahmen allerdings lange von Ungarn blockiert. Die politische Einigung in Brüssel wurde erst nach dem Regierungswechsel dort möglich.

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    Kommentare

    User #4971 (nicht angemeldet)

    Die Siedler werden zum Untergang Israels weiter beitragen, wenn Nethanj nichts dagegen unternimmt.

    User #2966 (nicht angemeldet)

    Wieso nur gegen die Siedler? Die gesamte Isrelische Regierung, welche das kriminelle Siedlergebaren toleriert, gehört unter Sanktionen. Und was jetz im Süden des Libanon abgeht IST Gaza 2.0.

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