EU-Kommission will Europa besser gegen Klimaschäden wappnen
Die EU-Kommission will Europas Bürger, Unternehmen und Infrastruktur stärker vor Klimaschäden schützen. Neue Massnahmen sollen helfen, Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände und andere Folgen des Klimawandels früher zu erkennen, sich besser darauf vorzubereiten und sie wirksamer zu bewältigen.

Klimaresilienz soll nach dem Willen der Kommission künftig in allen wichtigen Politikbereichen der EU mitgedacht werden. Damit ist die Widerstands-, Anpassungs- sowie Erholungsfähigkeit gegenüber Folgen des Klimawandels gemeint.
Konkret soll ein neues sogenanntes Klimaresilienzgesetz dafür sorgen, dass die EU-Länder mit den gleichen Grundannahmen ihre Klimarisiken bewerten und ihre Vorsorge planen. Wie genau sie sich gegen Hitze, Dürre oder Hochwasser schützen, bleibt weitgehend ihnen überlassen – entsprechend ihrer Risiken und Prioritäten.
Eine Webseite, der European Climate Viewer, soll mögliche Gefahren für bestimmte Orte und Zeiträume zeigen. Beispielsweise soll eingesehen werden können, welche Zugstrecken besonders hohen Temperaturen oder Starkregen ausgesetzt sein könnten, damit gezielt Schutzmassnahmen geplant werden können. Andere Plattformen sollen Behörden helfen, geeignete und erprobte Massnahmen gegen bestimmte Klimarisiken zu finden.
Ziel des Vorstosses ist es, den Auswirkungen zuvorzukommen und Schäden durch Handeln auf EU-, nationaler sowie lokaler Ebene zu vermeiden, so die Kommission. Die geschätzten wirtschaftlichen Verluste durch Klimaschäden lagen den Angaben nach im Zeitraum 2022 bis 2025 bei rund 200 Milliarden Euro, also etwa 50 Milliarden Euro pro Jahr.














